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Berufsschulen: Noch keine Klassen in Gefahr

Auswirkungen des Fachkräftemangels Berufsschulen: Noch keine Klassen in Gefahr

Die Nachwuchssorgen im Handwerk wirken sich immer mehr auf Berufsschulen in Norddeutschland aus. Einige bekommen ihre Klassen nicht mehr voll. Die beiden Gifhorner Berufsschulen geben in dieser Hinsicht noch Entwarnung. Aber auch sie bekommen neue Trends zu spüren.

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Gefragte Ausbildung: An KFZ-Mechatronikern mangelt es nicht, aber in anderen Bereichen sieht es schlechter aus.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Die Nachwuchssorgen im Handwerk wirken sich immer mehr auf Berufsschulen aus. Einige bekommen ihre Klassen nicht mehr voll. Die Gifhorner Berufsschulen geben hier noch Entwarnung. Aber auch sie bekommen neue Trends zu spüren.

„Wir haben keine Klasse, die so klein ist, dass wir um ihren Bestand fürchten müssten“, sagt Heidi Lobert, Rektorin der BBS I. Die Schülerzahlen seien nur „ein bisschen rückläufig, absolut nicht gravierend“.

Rund 2000 Schüler sind in den vergangenen Jahren an der BBS II die Regel gewesen, sagt Schulleiter Carsten Melchert. Die Zahlen für das neue Schuljahr werde er erst in der ersten Woche nach den Ferien haben. Aber er liest aus der Entwicklung ab: „Die Schülerzahlen ändern sich nur minimal, wobei ein leichter Abwärtstrend festzustellen ist.“

Bei den Technischen Produktdesignern, KFZ-Mechatronikern und Elektrikern zum Beispiel seien die Ausbildungszahlen gleich bleibend oder sogar steigend, sagt Melchert. „Vor allem in den Handwerksberufen gibt es hinsichtlich der Ausbildungszahlen Probleme. Hier sind zu nennen die Bautechnik (Maurer), die Farbtechnik (Maler) und auch die Metalltechnik mit dem Metallbauer.“ Die BBS II arbeite mit den Innungen daran, gemeinsam neue Auszubildende zu rekrutieren.

„In letzter Konsequenz kann es aber bedeuten, dass wir einen Bildungsgang abgeben, wenn die Schülerzahlen dauerhaft zu niedrig sind.“ Was meistens auch langfristig das Aus für den Bildungsgang bedeute, da er so schnell nicht wieder reaktiviert werden könne. „Aktuell steht eine Schließung irgendwelcher Klassen nicht an und ist für die nächste Zeit auch nicht vorgesehen.“

Die Entwicklung bedeutet laut Lobert nicht, dass das Kollegium weniger zu tun habe. Denn es gebe einen Trend zu weniger Teil- und mehr Vollzeitschülern. Bei der BBS II sind die Teilzeitschüler dagegen mit 80 Prozent noch klar in der Mehrheit, so Melchert. In Niedersachsen liege die Verteilung im Durchschnitt bei 50/50.

Von Dirk Reitmeister

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