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Gifhorn Stadt Berliner Bauernregeln finden Landwirte nicht lustig
Gifhorn Gifhorn Stadt Berliner Bauernregeln finden Landwirte nicht lustig
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00:17 12.02.2017
Umstrittenene Werbekampagne des Bundes: Heimische Landwirte finden die Bauernregeln alles andere als lustig. Quelle: Chris Niebuhr (Archiv)
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Gifhorn

„Spott und Ironie dienen der Sachlichkeit eher nie, und mit Millionen finanziert - geht das wirklich ungeniert?“ Oder: „Politik wird manchmal zum Verdruss, wenn man dort redet zu viel Stuss. Frau Hendricks ist zu nennen hier. Ihr fehlt Know how, so meinen wir.“ Helmut Evers hat aus Empörung sechs solcher Reime ersonnen. Er kenne „beißende Ironie und übertriebene Polemik“ nur von Kabarettisten, und dort solle das auch bleiben, sagt der Milchbauer aus Wahrenholz. „Wir raten der Politik und insbesondere dem Bundesumweltministerium, für einen sachlichen Dialog mit dem landwirtschaftlichen Berufsstand einzutreten, um gemeinsam Lösungen für anstehende Probleme zu finden.“

„Hier war wirklich was los.“ Seit Freitag hatte Landvolk-Kreisgeschäftsführer Klaus-Dieter Böse etliche erzürnte Landwirte am Telefon. Folge der Kampagne: „Die Kinder der Landwirte werden in der Schule angemacht.“ Kein Wunder, dass die Kollegen stinkig seien. „Das geht so nicht“, sagt Böse über die Hendrickschen Bauernregeln.

„1,6 Millionen Euro hat dieser Schwachsinn gekostet“, sagt Böse Kopf schüttelnd. „Aus dem Fenster geworfenes Geld.“ Statt dessen hätte es zum Beispiel für Werbung für einen Einkauf auf dem Wochenmarkt ausgegeben werden können. Dort gekaufte Waren ließen die Wertschöpfung bei der hiesigen Landwirtschaft, die davon dann auch nachhaltig und damit umwelt- und tiergerechter wirtschaften könnte. So wie Evers es in seinem sechsten Reim ausdrückt: „Mit Kuhkomfort und NDR-Musik sind moderne Ställe keine Milchfabrik. Ob große oder kleine Herden, bei uns kann‘s gern besichtigt werden.“

rtm

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