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Beißunfälle: Kinder am häufigsten betroffen

90 Prozent der Opfer kannten den angreifenden Hund Beißunfälle: Kinder am häufigsten betroffen

„Hunde, die bellen, beißen nicht und wenn sie mit dem Schwanz wedeln, kann sowieso nichts passieren.“ Diese landläufige Meinung ist schlichtweg falsch. Jahr für Jahr kommt es zu tausenden von Bissverletzungen durch Hunde. Kinder werden dabei häufig in Kopf und Hals gebissen, heißt es in der Beißstatistik des Deutschen Ärzteblattes.

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Leonie kennt ihren Retriever Kimba: Bei vielen Opfern von Hundeangriffen mangelte es jedoch am Wissen über Hunde und am falschen Verhalten den Tieren gegenüber.

Quelle: Foto: Hilke Kottlick

Gifhorn. Lehrer, Eltern und Kinder aufzuklären, hat sich der VDH (Verband fürs Deutsche Hundewesen) auf die Fahne geschrieben, unter anderem mit einer kindgerecht aufbereiteten Broschüre, in der zwölf Regeln im Umgang mit Hunden gezeigt werden.

Hilfe holen – bevor etwas passiert – können sich Hundebesitzer auch bei Hundetrainern wie Gina Hasenfuß. Die Hundepsychologin aus Leiferde besucht Familien zu Haus, um vor Ort zu ergründen, was zwischen Zwei- und Vierbeinern nicht rund läuft.

30.000 bis 50.000 Menschen werden laut Beißstatistik des Deutschen Ärzteblattes jährlich durch Hundebisse verletzt. Da es dafür keine Meldepflicht gibt, gibt es keine offizielle Statistik, die Zahlen sind geschätzt. Weiterhin geht daraus hervor, dass zumeist Kinder zwischen sechs und 17 Jahren gebissen werden. Dabei beißen Hunde dem Blatt zufolge bei jüngeren Kindern oft in Hals und Kopf, bei älteren in Arme und Beine. Es sterben pro Jahr etwa einer bis sechs Deutsche an den Folgen von Hundebissen, heißt es weiterhin. Dass die Zahlen gemeldeter Bisse angestiegen sind, liegt vermutlich daran, dass es immer mehr Hunde in Deutschland gibt.

Genauso wurde festgestellt, dass 90 Prozent der Opfer den angreifenden Hund kannten – es war entweder der eigene oder der des Nachbarn. Die meisten Bisse ereigneten sich aber nicht, weil die Hunde auffällig aggressiv waren. Zumeist mangelte es den Opfern an ihrem Wissen über Hunde und am falschen Verhalten den Tieren gegenüber.

Von Hilke Kottlick

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