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Bei Hitze gedüngt: Gifhornern stinkt‘s

Gifhorn Bei Hitze gedüngt: Gifhornern stinkt‘s

Da rümpfte Gifhorn die Nase: Landluft besonderer Note zog jetzt über Teile der Stadt hinweg, besonders betroffen waren Mühlenmuseum und Campus. Offenbar hatte ein Landwirt nahe Äcker mit Biogas-Gärresten gedüngt - bei schwülwarmen 30 Grad.

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Mühlenmuseum Gifhorn. Französische Windmühle, mallorquinische Windmühle, Windmühlen von Mallorca und aus Frankreich.

Quelle: nico herzog

Für Mühlenmuseumsbesucher gab es an den zwei Tagen kein Entrinnen: Selbst in die Gebäude zog der Gülleduft, berichtet Geschäftsführer Philipp Oppermann. Denn zur Durchlüftung standen viele Türen offen. Auch das Klinikum Gifhorn bekam die Wolke ab. „Da kam schon mal der Spruch von der Landluft“, sagt Klinikum-Sprecher Jan Hethebrügge über Reaktionen der Besucher. „Es ist natürlich nicht angenehm.“ Andererseits sei man auf dem Lande.

„Wir hoffen, dass das nicht wieder vorkommt“, sagt Oppermann. „Nichts gegen Landwirtschaft, aber bei 30 Grad muss man keine organischen Dünger ausbringen.“ Er hat den Landkreis eingeschaltet. Doch weil es sich nicht wie zuerst vermutet um Klärschlamm, sondern um Gärreste einer Biogasanlage gehandelt hatte, sei die Landwirtschaftskammer zuständig, hieß es beim Landkreis.

Jelko Djuren, Experte der Landwirtschaftskammer Oldenburg, empfiehlt Landwirten, möglichst nur bei niedrigen Temperaturen und bedecktem Himmel zu düngen - oder Dünger zumindest umgehend einzuarbeiten. Schon aus eigenem Interesse: Was als Geruch in des Nachbarn Nase anlange, sei dem Boden als Nährstoff verloren gegangen - ganz abgesehen vom Ärger. Djuren weiß: „Der Landwirt muss versuchen, die Witterung auszunutzen, aber er kann sie nicht beeinflussen.“ Es gebe aber Geräte, die Geruch deutlich minimierten.

rtm

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