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Baumfällung an der Steinschule: Polizei räumt Schulhof

Lehrer, Schüler und Eltern kritisieren erneut Info-Politik der Stadt Baumfällung an der Steinschule: Polizei räumt Schulhof

Tränen, lautstarker Protest und Polizeieinsatz: Gestern fielen an der Freiherr-vom-Stein-Schule die ersten Bäume, um Platz für den geplanten Supermarkt und das neue Parkhaus zu schaffen. Lehrer, Eltern und Schüler fühlten sich von der kurzfristig anberaumten Fällaktion überrumpelt. Die Stadt machte von ihrem Hausrecht Gebrauch - sie ließ den Pausenhof durch zwei Polizeibeamte räumen.

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Protest gegen Baumfällungen auf dem Pausenhof der Stein-Schule: Die Stadt ließ den Schulhof durch die Polizei räumen.

Quelle: Foto: Lea Rebuschat

Gifhorn. „Der Bürgermeister selbst hat bestätigt, dass es weder einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt, noch haben die Investoren einen Bauantrag gestellt - auf welcher Rechtsgrundlage werden dann die Bäume gefällt“, zeigte sich Elternratsvorsitzender Alexander Walter fassungslos. „Hier wird nicht mit offenen Karten gespielt und gemauschelt“, wirft Walter der Stadtverwaltung eine „Salami-Taktik“. Es werde nur „scheibchenweise“ und unzureichend über das Projekt informiert. Stellvertreterin Sonja Stojke ist ebenfalls sauer. „Die Stadt hat es versäumt, Eltern, Schüler und Lehrer rechtzeitig ins Boot zu holen.“

„Wir sind enttäuscht und fühlen uns nicht ernst genommen“, erklärte Mustafa Siala, Sprecher der Schülervertretung.„Was kann ich jetzt noch Sinnvolles sagen - ich bin einfach sprachlos“, war auch Rektor Dr. Detlef Eichner verärgert über das Vorgehen der Stadt. Von der Baumfällung - sie lief gegen 13.15 Uhr an - sei sein Sekretariat erst gegen 11.30 Uhr durch die Erste Stadträtin Kerstin Meyer informiert worden. Eichner kritisierte erneut Bürgermeister Matthias Nerlich. Er habe die Schülervertretung am Freitag um 13.30 Uhr zu einem Gespräch ins Rathaus gebeten. Zu diesem Zeitpunkt sei die Baumfällaktion jedoch schon angelaufen.

Bürgermeister Matthias Nerlich sei dienstlich verhindert, erklärte Erste Stadträtin Kerstin Meyer den Protestierenden. Auch wenn es noch keinen rechtskräftigen Bebauungsplan gebe, erfolge die Fällung der Bäume auf Grund der Baumschutzsatzung und der Tatsache, „dass die Vorhabensträger das Projekt umsetzen“. Einige der Bäume seien zudem erkrankt. Für alle gefällten Bäume werde es Ersatzpflanzungen geben, versicherte Meyer.

ust

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