Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Banküberfall: Opfer noch traumatisiert
Gifhorn Gifhorn Stadt Banküberfall: Opfer noch traumatisiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 13.09.2013
Hillerser Banküberfall: Gestern sagten im Prozess die beiden Angestellten aus – sie sind noch immer traumatisiert. Quelle: Photowerk (Archiv)
Anzeige

Die Frau berichtete, dass sie am 3. Mai, gegen 8.20 Uhr, die Eingangstür fürs Personal der Sparkasse öffnen wollte, als der 25-jährige maskierte Bankräuber sie mit einer Waffe bedrohte. Er drängte sie und eine 18-jährige Auszubildende in die Filiale, verlangte Geld. „Den Tresor können wir nur zu zweit öffnen, wir mussten auf meinen Kollegen warten“, sagte die Frau.

Sie und die Auszubildende wurden auf den Boden gedrängt und mit Kabelbindern gefesselt. Statt des Kollegen stand die Polizei vor der Tür. Der 25-Jährige flüchtete in Panik mit einem Sprung durch ein Fenster, dann fielen Schüsse. „Ich hatte Todesangst, habe mich so hilflos gefühlt, weil ich nicht weg konnte“, sagte die Angestellte gestern aus.

Nach der Tat konnte sie zwei Monate lang nicht arbeiten und musste die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch nehmen. „Ich hoffe sehr, dass ich mit dem heutigen Tag einen Abschluss finde“, sagte die 43-Jährige.

Auch die Auszubildende gab an, noch heute Angst zu haben und nur noch in größeren Filialen zu arbeiten. Die Täter baten die Frauen um Verzeihung. „Wir sind beide selbst erschrocken über das, was wir getan haben. Wir haben nie an die Folgen gedacht, es tut uns leid“, sagte der 33-Jährige reumütig.

Ein Zuschauer raunte daraufhin nur: „Das hättet ihr Euch vorher überlegen müssen“. Die Brüder müssen mit einer Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren rechnen.

ree

Anzeige