Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Banküberfall: Opfer noch traumatisiert

Gifhorn im Gericht Banküberfall: Opfer noch traumatisiert

Allein der Gedanke, vor Gericht als Zeugin das Erlebte schildern zu müssen, belastete die 43-jährige Angestellte der Sparkasse Hillerse sehr. Nur mit Unterstützung der Opferschutzhilfe schaffte sie es, im Bankraub-Prozess gegen zwei 25- und 33-jährige Celler Brüder (AZ berichtete) auszusagen.

Voriger Artikel
Feuerwehr verhindert Brand des Dachstuhls
Nächster Artikel
Kleine Oase für Kinder hat eine neue Rektorin

Hillerser Banküberfall: Gestern sagten im Prozess die beiden Angestellten aus – sie sind noch immer traumatisiert.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Die Frau berichtete, dass sie am 3. Mai, gegen 8.20 Uhr, die Eingangstür fürs Personal der Sparkasse öffnen wollte, als der 25-jährige maskierte Bankräuber sie mit einer Waffe bedrohte. Er drängte sie und eine 18-jährige Auszubildende in die Filiale, verlangte Geld. „Den Tresor können wir nur zu zweit öffnen, wir mussten auf meinen Kollegen warten“, sagte die Frau.

Sie und die Auszubildende wurden auf den Boden gedrängt und mit Kabelbindern gefesselt. Statt des Kollegen stand die Polizei vor der Tür. Der 25-Jährige flüchtete in Panik mit einem Sprung durch ein Fenster, dann fielen Schüsse. „Ich hatte Todesangst, habe mich so hilflos gefühlt, weil ich nicht weg konnte“, sagte die Angestellte gestern aus.

Nach der Tat konnte sie zwei Monate lang nicht arbeiten und musste die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch nehmen. „Ich hoffe sehr, dass ich mit dem heutigen Tag einen Abschluss finde“, sagte die 43-Jährige.

Auch die Auszubildende gab an, noch heute Angst zu haben und nur noch in größeren Filialen zu arbeiten. Die Täter baten die Frauen um Verzeihung. „Wir sind beide selbst erschrocken über das, was wir getan haben. Wir haben nie an die Folgen gedacht, es tut uns leid“, sagte der 33-Jährige reumütig.

Ein Zuschauer raunte daraufhin nur: „Das hättet ihr Euch vorher überlegen müssen“. Die Brüder müssen mit einer Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren rechnen.

ree

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsmärchen "Der gestiefelte Kater"

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Chefredakteur Dirk Borth im Freitags-Talk auf Radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Aller-Zeitung und der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Haben Sie Angst vor der Vogelgrippe?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr