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Gifhorn Stadt Balken sollen Alter der Heller-Quelle verraten
Gifhorn Gifhorn Stadt Balken sollen Alter der Heller-Quelle verraten
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00:27 02.10.2014
Die Zisterne der Gifhorner Heller-Quelle: Über Hölzer, die auf der Baustelle entdeckt worden sind, wollen die Archäologen nun das Alter des Wasser-Sammelbeckens näher bestimmen. Quelle: Photowerk (Archiv)
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Nachdem Gabriel am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit dem Wolfenbütteler Archäologen Dr. Karsten Kablitz die massiven Sandsteinplatten des Wasserbeckens auf einer Baustelle an der Lüneburger Straße entdeckt hatte (AZ berichtete), tauchten jetzt in einem Meter Tiefe die Balken auf.

„Wir gehen davon aus, dass es sich um Eichenholz handelt“, so der Beauftragte der Kreisarchäologie. Eine genaue Untersuchung der Hölzer müsse nun zeigen, ob eine Altersbestimmung durch das Dendrochronologie-Verfahren möglich ist. „Mindestens 90 Stamm-Jahrringe müssen vorhanden sein“, so Gabriel. Die Zisterne der Heller-Quelle ist bereits auf einem Gifhorn-Stadtplan von 1699 zu finden - könnte jedoch auch deutlich älter sein.

Die elf Sandsteinplatten - sie sind zwischen 1,20 und 1,80 Meter lang - wurden auf eine Art und Weise verbunden, die Gabriel bisher unbekannt war. „Löcher wurden von Hand in die Platten gebohrt, geschmiedete Verbindungseisen gesetzt - anschließend wurde Blei in die Bohrungen gegossen“, erläutert der Experte.

Wenn am Montag auf der Baustelle eine Spundwand fällt, hofft Gabriel darauf, weitere Erkenntnisse über die 16 mal neun Meter lange Zisterne zu gewinnen zu können. Die zwölf Sandsteinblöcke müssen auf Anordnung der Bezirksarchäologie als bedeutende Fundstücke eingelagert werden. Gabriel setzt auf Unterstützung der Stadt.

ust

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