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Gifhorn Stadt Bahnbau: Schwellen für ICE-Strecke
Gifhorn Gifhorn Stadt Bahnbau: Schwellen für ICE-Strecke
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22:45 26.07.2011
Bahnbau im Landkreis: Die neuen Schwellen kommen Quelle: Photowerk
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Der dreijährige Tim vergisst die Welt um sich herum. Gebannt schaut er auf das gelbe Ungetüm, das vor ihm steht und die alten Betonschwellen aus dem Schotter pflückt, diesen beiseite schiebt und neue hinein bettet. Jeden Tag muss Kathrin Kind-Ulke mit Tim und Ben (1) zur Baustelle bei Leiferde. „Das ist das Highlight schlechthin“, sagt die Mutter. „Allein diese Wägelchen, die auf den Waggons hin und her sausen.“

Jene Wägelchen transportieren im Radlertempo alte und neue Schwellen auf dem Bauzug hin und her. 250 Meter Gleise erneuert der pro Stunde. Seit 18. Juli ist der Trupp zwischen Gifhorn und Meinersen, am 1. August muss er fertig sein.

Dann können auch die über Lärm klagenden Anwohner wieder aufatmen. 90 Mal am Tag rauschen Züge am Bautrupp vorbei, die Rottenwarnanlage kündigt sie rund um die Uhr an – mit Blinklicht und vor allem 106-Dezibel-Fanfaren.

Laut muss schon sein, damit auch Steffen Ebert weiß, dass neben ihm gleich ein ICE vorbei donnert. Er geht dem Bauzug hinterher, seine dieselgetriebene Maschine klammert die Schienen an die Schwellen fest.

Der 59-jährige Dresdner arbeitet in Zwölf-Stunden-Schichten. „Alle 14 Tage komme ich mal nach Hause.“ Vor Ort lebt er in Privatunterkünften. Seit 30 Jahren macht er den Job. Wenn er im August im Kreis Gifhorn fertig ist, wartet irgendwo in Deutschland schon die nächste ICE-Strecke auf ihn. Für 2011 hat die Bahn Erneuerungen für 4,2 Milliarden Euro eingeplant.

rtm

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