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Bahn frei für 61-Meter-Brummis

Schwertransport im Kreis Gifhorn Bahn frei für 61-Meter-Brummis

Bei Jübar entsteht ein Windpark, die Rotorblätter dafür rollen in Schwertransporten nachts quer durch den Kreis Gifhorn. Die AZ fuhr von Ahnsen bis Radenbeck mit.

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Schwertransport: Rotorblätter für einen Windpark in Jübar wurden nachts durch den Kreis Gfihorn befördert.

Quelle: Sebastian Preuß

Gifhorn. Die Energiewende braucht Platz. Für die drei 61 Meter langen Trucks wurde der Kreisel bei Ahnsen zur Hälfte platt gemacht. Das reicht nicht. Jetzt kommen Tom Harnack und seine Kollegen von der Firma Wörmann ins Spiel. „Wir haben allein vier Züge Stahl zur Befestigung der Kreisel.“ Auf den Platten als Zusatzfahrtbahn rollen die Laster im Schritttempo, ohne im Erdboden zu versinken.

Weiter geht es in normalem Tempo, nur vor den Brücken bei Gifhorn wird gebremst. Die Polizeioberkommissare Holger Horn und Sven Schloßmann, die den Konvoi mit Blaulicht anführen, sind auf den Abzweig Westerbeck gespannt. Aber dieser Schwenk hält die Brummis kaum auf. „Die sind doch gelenkiger, als ich dachte“, sagt Horn.

Gut so, denn jetzt kommt die Kurve in Westerbeck, wo vor kurzem ein Schweinetransporter umkippte. Augenmaß ist bei den Spezialisten am Steuer angesagt, um zu manövrieren, ohne Laternen zu fällen. „Ich habe mir extra den Wecker gestellt. Das ist ja einmalig.“ Kai Friedrich fotografiert per Smartphone. „Jetzt wird es aber eng“, sagt der Wester-becker, als der letzte Rotorflügel das „Kartoffeln“-Schild an einer Hofeinfahrt zwei Zentimeter nach Osten schiebt. Und dann: Durch ist der Brummer. „Das schafft er“, staunt Friedrich.

Links und rechts vorbei an entschilderten Querungshilfen in Lessien, Ehra und Voize geht es kurz vor Brome auf jene Ausweich-Piste, die als Baustart einer Ortsumgehung gewähnt worden war. Horn und Schloßmann bleiben auf der Straße, um den Konvoi in Altendorf abzufangen. Doch: Wo steckt der? „Wir müssen selber gucken“, sagt Horn, als er hin und her fährt. Etwas außerhalb des Dorfes ist gelbes Blinklicht in Nacht und Nebel zu sehen, die Polizei hat den Konvoi wieder.

Der Wegweiser „Helmstedt 57 km, Brome 7 km“ am Kreisel Radenbeck lässt sich nicht so leicht heraus ziehen wie die Vorfahrt-achten-Schilder. Der Schilderdienst hantiert robuster, denn der Konvoi wartet schon im Nacken. Dann ist für die Brummifahrer wieder Zentimeterarbeit. Und ab geht‘s auf die Zielgerade nach Jübar. Für Horn und Schloßmann nicht mehr, sie werden gleich von Kollegen aus Sachsen-Anhalt abgelöst.

rtm

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