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Gifhorn Stadt Babymord Waller See: Anklage steht
Gifhorn Gifhorn Stadt Babymord Waller See: Anklage steht
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22:21 20.07.2011
Anteilnahme: Beim getöteten Baby vom Waller See schließt die Staatsanwaltschaft eine verminderte Steuerungsfähigkeit der Beschuldigten nicht aus. Quelle: Photowerk
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Die Braunschweigerin wird angeklagt, 2005 und in der Nacht zum 27. April 2011 ihre beiden neugeborenen Töchter getötet zu haben.

Im ersten Fall soll sie ihr Baby, das zwischen dem 18. und 20. Juni 2005 in ihrer Braunschweiger Wohnung geboren worden ist, mit einem Messer getötet haben. „Sie befand sich in einer Drucksituation und war vermutlich völlig überfordert“, erklärt Geyer. Die Staatsanwaltschaft schließe in diesem Fall nicht aus, dass die Steuerungsfähigkeit der 36-Jährigen erheblich vermindert gewesen sei. Das getötet Baby legte die Frau am Waller See ab, wo es Spaziergänger am 26. Juni fanden.

Im zweiten Fall habe sie ebenfalls in Braunschweig – allerdings in einer anderen Wohnung – ihre Tochter in einer Wanne geboren, so Geyer. Danach habe sie den Säugling auf ihre Oberschenkel gelegt und mit einem Handtuch abgedeckt, bevor sie ohnmächtig geworden sei. Wie von ihr zumindest billigend in Kauf genommen, sei das Kind im Anschluss in der mit Wasser gefüllten Wanne ertrunken. In diesem Fall habe die 36-Jährige ihre Pflicht bewusst verletzt, den Säugling aus der von ihr geschaffenen offensichtlichen Gefahrenlage zu entfernen, steht für die Staatsanwaltschaft fest.

„Beide Kinder waren nicht geplant“, sagt Geyer.

ust

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