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Gifhorn Stadt B 188: So läuft’s ohne die Knick-Schranke
Gifhorn Gifhorn Stadt B 188: So läuft’s ohne die Knick-Schranke
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19:48 07.02.2019
In der Nacht zu Donnerstag: Die kaputte Schranke war gekappt worden, der Verkehr rollte zunächst wieder. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Gegen 21 Uhr: Auf etwa drei Meter Höhe ist die Schranke, die die Fahrspuren aus Gifhorn kommend sperrt, hinüber. Der Schrankenbaum hängt an der Peitsche der Ampelsignale fest.

Eine Streifenbesatzung der Polizei regelt den Verkehr an Bahnübergang und Straßenkreuzung, da die gekoppelte Ampelanlage auf Rot für Zugdurchfahrt stand. Währenddessen versuchen Bahntechniker, die Anlage wieder in Gang zu kriegen. Was zunächst scheiterte: „Wir brauchen eine Flex.“

Die Dragenkreuzung und ihr Bahnübergang halten Gifhorn seit Sommer 2018 in Atem. Krönung ist nun die Zerstörung der zu kurzen Schranke, wegen der die Linksabbiegespur gesperrt ist und der Verkehr erheblich behindert wird.

Gegen 23 Uhr: Die Schranke ist knapp unter der Knickstelle abgesägt. Mehrfach schalten die inzwischen vier Bahntechniker die Anlage manuell auf Zugdurchfahrt, obwohl kein Zug kommt. Sie machen das nicht, um die Autofahrer zu ärgern, heißt es vor Ort. Sie tüfteln aus, die Signalanlage so auf Störung zu schalten, dass bis auf die beschädigte Schranke alles normal funktioniert, der Zugführer aber dennoch das Störungs-Signal bekommt, so dass er vor der Überfahrt anhält, hupt und dann im Schritttempo die B 188 quert. Um 23.41 Uhr klappt das. „Ich bin zufrieden“, sagt einer der Techniker und läutet den Feierabend ein.

So soll ihm zufolge der Betrieb am Bahnübergang weiterhin laufen. Am Morgen in der Zeit vor der Zugdurchfahrt um 9.41 Uhr stellt sich das wieder anders dar. Zwei andere Techniker sind mit dem beschädigten Antrieb der Schranke beschäftigt. Während sie daran schrauben, sind die Signallichter für die Straße auf rot, die übrigen Schranken bleiben aber oben. Der Verkehr staut sich bis auf Höhe Morada-Hotel zurück, ähnlich in der anderen Richtung.

Dragenkreuzung: Nach der Havarie ist schon die neue Schranke dran – allerdings wieder mit zehn Metern einen Meter zu kurz. Quelle: Cagla Canidar

Wenige Minuten vor der regulären Zugdurchfahrt fahren ein Rettungswagen und Notarztwagen nach Rücksprache mit den Bahntechnikern mit Blaulicht rüber. Die Autofahrer lassen das lieber bleiben. Kurz darauf geht das Rotlicht aus, der Verkehr fließt wieder. Dann naht der Erixx aus Gifhorn kommend. Der Triebwagen hält an und fährt hupend im Schritttempo über den weder per Schranke, noch per Rotlicht gesperrten Bahnübergang. Einige Autos in Fahrtrichtung Gifhorn huschen noch schnell rüber.

Am Nachmittag ist wieder Normalzustand an der Dragenkreuzung. Die Bahn hat eine neue Schranke installiert – allerdings nicht zum letzten Mal. Denn auch diese ist nur zehn Meter lang und damit einen zu kurz. Für die eigentlich für die Freigabe aller drei Spuren nötige Elf-Meter-Schranke fehlt immer noch die Genehmigung, so eine Bahnsprecherin auf AZ-Nachfrage. „Wir gehen von einer zeitnahen Erteilung aus.“

Unklar ist immer noch die Ursache. Vermutlich schlug die Schranke auf ein im Stau stehendes Fahrzeug auf, dessen Fahrer sich dann aus dem Staub machte. Die Polizei vermutet, dass es sich um einen Lastwagen gehandelt haben könnte.

Von Dirk Reitmeister

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