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Gifhorn Stadt Autofahrer stecken auf vereister Straße in Müden fest
Gifhorn Gifhorn Stadt Autofahrer stecken auf vereister Straße in Müden fest
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00:23 03.03.2018
Nichts ging mehr: Wegen extremer Glätte steckten Autofahrer am Dienstag bei Müden fest.  Quelle: privat
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Müden

Gegen 16.20 Uhr rutscht auf der L 283 in Müden-Dieckhorst ein Bus in den Graben, verletzt wird niemand. „Wir mussten die Straße wegen der Eisglätte komplett sperren“, berichtet Polizeisprecher Thomas Reuter. Die Straßenmeisterei wird alarmiert – aber erst um 17.20 Uhr erreicht. Eine Stunde später, so Reuter, ist sie dann vor Ort.

In der Zeit gibt es kein Vor und Zurück, unter anderem für drei Busse, berichtet der Müdener Jörg Beyer. „Der Damm war komplett vereist.“ Beim Versuch anzufahren drohen Autos in den Graben zu rutschen. Er selber steht zwei Stunden auf der Straße. Buspassagiere gehen kurzerhand zu Fuß weiter.

Eigeninitiative: Unternehmer Gernot Schacht fuhr kurzerhand mit seinem Radlader mit Streuer zur L 283. Quelle: privat

Der hiesige Erdbau-Unternehmer Gernot Schacht, von einem im Stau stehenden Bekannten benachrichtigt, packt seine Sachen. „Wir machen Winterdienst auf Parkplätzen. Ich habe hinter meinem Radlader einen Salzstreuer.“ Auf eigene Kosten fährt er damit auf die L 283.

Beyer, selber beim DRK engagiert, ärgert sich, dass nicht DRK und Feuerwehr hinzugezogen werden, um die Wartenden mit warmen Getränken und Decken zu versorgen. „Die Straßenmeisterei war angefordert, der Zeitraum überschaubar“, sagt Reuter.

Eisglätte bei Müden: Auch drei Linienbusse saßen fest. Quelle: privat

Der Tipp des Polizeisprechers: In dieser Jahreszeit Decken mitnehmen und im Stau den Motor laufen lassen. „Da sagt dann auch keiner was.“ Und: „Während dieser Jahreszeit den Tank nicht ganz leer fahren.“

Auf der L 299: Schwerverletzte bei Glätteunfall

Zeitgleich zu dem Glatteis-Stillstand auf der L 283 bei Müden gab es zwischen Ahnsen, Flettmar und Müden einen folgenschweren Glätteunfall, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. Ein 26-Jähriger aus Meinersen rutschte auf der L 299 in einer Linkskurve in den Gegenverkehr. Er, sein Beifahrer (23) und die Frau (61) aus Müden im entgegen kommenden Auto wurden schwer verletzt.

Überhaupt seien der Westen und Süden des Landkreises Gifhorn am jenem Nachmittag von tückischer Glätte betroffen gewesen, berichtet Thomas Reuter.

Es sei aber hauptsächlich bei Blechschäden geblieben. Der Temperatursturz in der Nacht zum Mittwoch habe das handelsübliche Streusalz an seine Grenzen gebracht.

Das funktioniere nur bis minus zehn Grad, es sei aber noch kälter geworden. „Dann wirkt das Salz kontraproduktiv“, sagt Reuter. Der Schnee taue zunächst auf und gefriere dann jedoch wieder zu blankem Eis.

Von Dirk Reitmeister

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