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Aufklärungs-Kampagne: Schock-Video soll Fahrschüler wachrütteln

Landkreis Gifhorn Aufklärungs-Kampagne: Schock-Video soll Fahrschüler wachrütteln

Isenbüttel.  Eine junge Frau will nur noch schnell eine SMS tippen: Sie merkt nicht, wie ihr Auto in den Gegenverkehr gerät – dann der Crash mit einem anderen Auto, und ein dritter Wagen folgt auch noch. Die junge Frau wird schwer verletzt. Ihre beiden Freundinnen, die mit im Auto saßen, sterben – ebenso Vater und Mutter eines kleinen Jungen und eines Säuglings im anderen Wagen. Was folgt, ist Totenstille – am Unfallort in dem Schock-Video genauso, wie in der Fahrschule Irmler in Isenbüttel, wo der Streifen am Montagabend von der Polizei gezeigt wurde.

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Schock-Video im Unterricht: Die Polizei startete am Montagabend in der Fahrschule Irmler in Isenbüttel ihre neue Aufklärungs-Kampagne über die Gefahren im Straßenverkehr.

Quelle: Bastian Till Nowak

Doch solch schreckliche Unfälle passieren nicht nur im Video, sie passieren im richtigen Leben – der grausamen Realität blickten knapp 30 Fahrschüler ins Auge: „Wir möchten den Fahranfängern schon vor der ersten Fahrstunde deutlich machen, was alles passieren kann“,  erklärt Polizeikommissar Guido Schmidt.

Zusammen mit seinem Kollegen Andreas Jahns zeigte er den Fahrschülern dazu das Schock-Video. Die Beamten sprachen mit den Jugendlichen über die Folgen eines Unfalls – und über die Ursachen. Und sie zeigten Fotos von Unfällen im Landkreis Gifhorn: „Das ist dichter dran, das regt eher zum Nachdenken an.“

Dieses Ziel haben die Polizisten Schmidt und Jahns in der Fahrschule Irmler in Isenbüttel zweifelsohne erreicht. Ein anderes Ziel steht dahinter: Die Zahl der Unfälle, an denen Fahranfänger beteiligt sind, soll sinken – und dazu setzt die Polizeiinspektion Gifhorn den Schock-Unterricht nun in Fahrschulen im gesamten Landkreis fort.

Denn allein in diesem Jahr waren zwei der bislang sieben Unfalltoten im Landkreis Gifhorn zwischen 18 und 24 Jahren alt. Im Vorjahr waren es fünf von insgesamt 19 Unfalltoten. Schwer verletzt wurden in diesem Jahr bereits 15 Fahranfänger, im Vorjahr 27.

til

Szenen einer Katastrophe: Ein Schock-Video soll Fahrschüler wachrütteln.

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„Ich saß selbst schon mal in einem Unfallauto“, berichtet Kimberly Niessen (21) aus Calberlah. „Der Fahrer hatte etwas getrunken.“ Zum Glück ist außer Blechschaden nichts passiert – „aber ich werde sicher nie betrunken fahren!“

Zum Nachdenken brachte das Schock-Video auch Bjarne Bauer (17) aus Wasbüttel: „Ein Wagen mit mehr als 100 PS muss es wohl doch nicht sein, um erst mal Fahrerfahrung zu sammeln.“

Für Gänsehaut sorgte das Video bei Gesa Wollschläger (21) aus Calberlah: „Ich kannte Leute, die sich tot gefahren haben.“ Bei der Unterrichtsstunde mit der Polizei war sie dabei, obwohl sie schon einen Führerschein hat: „Dazulernen kann man doch immer.“

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