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Gifhorn Stadt Armut in Gifhorn nimmt zu: Tafel versorgt 1680 Hilfsbedürftige
Gifhorn Gifhorn Stadt Armut in Gifhorn nimmt zu: Tafel versorgt 1680 Hilfsbedürftige
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23:00 12.11.2012
Armut in Gifhorn: Die Tafel versorgt inzwischen mehr als 1680 Hilfsbedürftige Quelle: Photowerk (Archiv)

„Unter den Menschen, die drei Mal in der Woche mit Bezugsscheinen zur Lebensmittel-Ausabe kommen, sind zunehmende Gifhorner, die von ihrem Job nicht mehr leben können“, berichtet die Tafel-Chefin. „Ich kenne zahlreiche Hilfsbedürftige, die zwei Schichten arbeiten, doch damit nicht ihre Familie ernähren können“, so Sack. Ähnlich gehe es unzähligen 400-Euro-Jobbern.

Monatlich steige auch die Zahl der Senioren an, die vor der Tafel-Ausgabestelle in Gamsens Paulsumpf nach Lebensmitteln Schlange stehen. „Inzwischen betreuen wir über 110 Senioren, deren Altersrente nicht zum Leben reicht“, so Sack. Die Dunkelziffer sei wesentlich höher. „Viele Ältere, die in Armut leben, schämen sich - es fällt ihnen schwer, unsere anzunehmen“, weiß Sack.

Unter den mehr als 1680 Tafel-Kunden seien auch immer mehr Kinder. „540 sind es momentan - Tendenz steigend“, kann Edeltraud Sack Zahlen bestätigen, dass inzwischen jedes sechste Kind in Gifhorn in Armut lebt.

„Es wäre schön, wenn es uns nicht gäbe, doch unsere Aufgaben nehmen stetig zu“, erklärt Sack. Im elften Jahr des Tafel-Bestehens - mit 40 Hilfsbedürftigen ging es einmal los - kümmern sich mehr als 35 Helferinnen und Helfer um Gifhorns Arme. Lager und Ausgabestelle wurden erweitert. „Ein Überdach vor der Ausgabe ist fertig - nun müssen die Wartenden nicht mehr im Regen stehen“, sagt Sack.

ust