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„Arme werden quasi aus der Stadt gedrängt“

Gifhorn „Arme werden quasi aus der Stadt gedrängt“

In Gifhorn boomt der Markt für Luxus-Wohnen. Inzwischen mehren sich kritische Stimmen, die Politik und Verwaltung auffordern, auch an günstigen Wohnraum zu denken.

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Immer mehr schmucke Häuser und Stadtvillen: Sozialer Wohnraum hingegen ist auch Landkreis Gifhorn Mangelware.

Gifhorn. „Immer mehr Menschen suchen in Gifhorn finanzierbaren Wohnraum - wir werden oft gefragt, können jedoch nicht weiterhelfen“, sagt Marianne Höpken, Geschäftsführerin des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes. Alleinerziehende, Mindestlohn-Verdiener, Halbtagskräfte im Einzelhandel oder Arbeitslose: Höpken weiß aus ihrer Erfahrung als Schuldnerberaterin, „dass es für diese Zielgruppe in Gifhorn keinen ausreichenden Wohnraum gibt“.

„Die Stadtvillen-Projekte sind in Ordnung, die Nachfrage ist da - doch man darf die sozial Schwachen nicht aus den Augen verlieren“, mahnt Höpken. Martin Wrasmann, Pastoralreferent der Altfrid-Gemeinde, formuliert es noch drastischer: „Arme Menschen werden quasi aus der Stadt gedrängt - es entstehen Parallelgesellschaften.“ „Meinetwegen können weitere Stadtvillen gebaut werden, doch einhergehend muss ein Konzept für den Sozialen Wohnungsbau auf den Tisch“, fordert Wrasmann. Er habe bereits vor 28 Jahren in der damaligen AG Wohnungsnot für einen Mietspiegel gekämpft.

„Die Gerechtigkeit einer Gesellschaft misst man immer daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht“, sieht er Stadt und Politik in der Verantwortung. „Dieses Problem werden wir im Vorstand diskutieren“, kündigt Heinz-Ulrich Kabrodt, Kreis-Vorsitzender des Sozialverbandes Deutschland an. Finanzierbarer Wohnraum für Senioren und Alleinstehende: „Es wäre schön, wenn es so etwas auch in Gifhorn gebe.“

ust

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