Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt „Arme werden quasi aus der Stadt gedrängt“
Gifhorn Gifhorn Stadt „Arme werden quasi aus der Stadt gedrängt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 03.08.2015
Immer mehr schmucke Häuser und Stadtvillen: Sozialer Wohnraum hingegen ist auch Landkreis Gifhorn Mangelware.
Anzeige
Gifhorn

„Immer mehr Menschen suchen in Gifhorn finanzierbaren Wohnraum - wir werden oft gefragt, können jedoch nicht weiterhelfen“, sagt Marianne Höpken, Geschäftsführerin des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes. Alleinerziehende, Mindestlohn-Verdiener, Halbtagskräfte im Einzelhandel oder Arbeitslose: Höpken weiß aus ihrer Erfahrung als Schuldnerberaterin, „dass es für diese Zielgruppe in Gifhorn keinen ausreichenden Wohnraum gibt“.

„Die Stadtvillen-Projekte sind in Ordnung, die Nachfrage ist da - doch man darf die sozial Schwachen nicht aus den Augen verlieren“, mahnt Höpken. Martin Wrasmann, Pastoralreferent der Altfrid-Gemeinde, formuliert es noch drastischer: „Arme Menschen werden quasi aus der Stadt gedrängt - es entstehen Parallelgesellschaften.“ „Meinetwegen können weitere Stadtvillen gebaut werden, doch einhergehend muss ein Konzept für den Sozialen Wohnungsbau auf den Tisch“, fordert Wrasmann. Er habe bereits vor 28 Jahren in der damaligen AG Wohnungsnot für einen Mietspiegel gekämpft.

„Die Gerechtigkeit einer Gesellschaft misst man immer daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht“, sieht er Stadt und Politik in der Verantwortung. „Dieses Problem werden wir im Vorstand diskutieren“, kündigt Heinz-Ulrich Kabrodt, Kreis-Vorsitzender des Sozialverbandes Deutschland an. Finanzierbarer Wohnraum für Senioren und Alleinstehende: „Es wäre schön, wenn es so etwas auch in Gifhorn gebe.“

ust

Gifhorn. Nächste Baustelle auf der B 4 bei Gifhorn, und nun wird sie ganz von der B 188 „abgekoppelt“: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erneuert ab Montag die Fahrbahnen der Auf- und Abfahrten im Bundesstraßenkreuz.

31.07.2015

Kreis Gifhorn. Die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk der Gifhorner Agentur für Arbeit ist von Juni auf Juli um 147 auf 4359 Personen gestiegen. Das waren aber immer noch 101 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Quote betrug im Juli 4,6 Prozent (Vorjahr: 4,8).

30.07.2015

Gifhorn. Was wird aus Gifhorns altem Wasserwerk, seit das neue voriges Jahr ans Netz gegangen ist? Die Mehrheitsgruppe im Kreistag hat da eine Idee: Schulen könnten Gebäude und Gelände nutzen, etwa zur musisch-kulturellen Bildung.

30.07.2015
Anzeige