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Anlieger sauer: Bäume im Nurda-Gebiet gefällt

Müden Anlieger sauer: Bäume im Nurda-Gebiet gefällt

Müden . Idylle pur im Müdener Nurda-Gebiet: Nur Vogelgezwitscher durchdringt die Stille - Urlaubsfeeling mitten im Wald. Ganz andere Geräusche lassen einige der Anlieger aufhorchen. Da kreischen Sägen, riesige Wurzeln werden mit schwerem Gerät gerodet - auf einigen Grundstücken werden gleich mehrere Bäume gefällt. Und das ist laut Carl-Hermann Brennecke, Chef des Bauamtes, nicht erlaubt, denn: „Grundsätzlich ist im Müdener Nurda-Gebiet der Baumbestand zu erhalten.“

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Bäume fielen der Säge zum Opfer: Im Müdener Nurda-Gebiet ist laut Satzung der Baumbestand jedoch zu erhalten.

„Wer im Wald wohnen will, sollte den Wald auch erhalten“, schimpfen dann auch die Anlieger über die Baumfällarbeiten. Außerdem seien die Arbeiten mitten in der Brut- und Setzzeit erfolgt. „Wenn jetzt erst einer damit durchkommt, fällen auch andere hier die Bäume“, befürchtet ein Anlieger. Es gehe aber nicht darum, einzelne anzuschwärzen. „Sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und darüber zu reden, das wäre eine schlaue Lösung“, lautet der Appell.

„Nach Aussage des Landkreises dürfen vereinzelt Bäume im Müdener Nurda-Gebiet entnommen werden“, nennt Brennecke Auflagen. Grundsätzlich aber „ist der Baumbestand dort zu erhalten“.

Das hat einer der Anwohner eigenen Angaben zufolge nicht gewusst. Insgesamt sieben Kiefern ließ er auf seinem Grundstück fällen. „Vier der Bäume waren abgestorben, von drei weiteren ging eine Gefährdung durch herabfallende Äste aus“, begründet er die Arbeiten.

Behördlicherseits wird die Angelegenheit jetzt geprüft. „Wir fahren raus“, kündigt Brennecke an. „Bei Verfehlungen drohen Sanktionsmaßnahmen“, nennt der Chef des Bauamtes das weitere Vorgehen von Samtgemeinde und Landkreis.

hik

Notfälle beim Nabu - Rücksicht auf Natur

Müden. Bäume fällen und Hecken schneiden mitten in der Brut- und Setzzeit: „Etliche Jungvögel und Eichhörnchen bleiben dabei auf der Strecke“, bedauert Joachim Neumann vom Leiferder Nabu-Artenschutzzentrum das unbedachte Vorgehen vieler Gartenbesitzer.

Der Grund: Die Nabu-Mitarbeiter haben zurzeit wieder alle Hände voll zu tun, um Jungvögel und Säugetiere aufzupäppeln. Dabei sind diese tierischen Notfälle zumeist „menschengemacht“, sagt der Nabu-Fachmann. So wurde Eichhörnchen-Nachwuchs durch Baumfällarbeiten mutterlos oder Amseljunge durch Gartenarbeiten zu Waisen.

Laut Naturschutzgesetz ist es zwar erlaubt, einzelne Bäume zu fällen. Es gelte jedoch eine Einschränkung: „Handelt es sich um einen Baum, in dem Vögel brüten, darf der nicht gefällt werden“, sagt Neumann. Seiner Meinung nach dürfte es doch kein Problem sein, vor dem Schneiden oder Fällen Gehölze und Bäume auf Nester hin zu überprüfen.

Sein Appell lautet deshalb immer wieder, etwas mehr Rücksicht auf die Natur zu nehmen, damit nicht so viele Jungtiere auf der Strecke bleiben.

hik

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