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Gifhorn Stadt Angeklagter streitet im Sexmobil-Prozess alles ab
Gifhorn Gifhorn Stadt Angeklagter streitet im Sexmobil-Prozess alles ab
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17:14 27.03.2018
Tatort an der B 188: in solch einem Sexmobil soll ein Mann eine Proistituierte vergewaltigt und ausgeraubt haben. Quelle: Cagla Canidar
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Gifhorn/Hildesheim

Eindringlich wurde versucht, dem Mann die Vorteile eines frühen Geständnisses zu erklären. Denn für den Angeklagten steht eine Verurteilung zwischen fünf und 15 Jahren im Raum. Auf die erdrückende Aktenlage wies sein Verteidiger Kai Löwenberger hin. Doch der 23-Jährige blieb bei seiner polizeilichen Aussage.

Demnach habe er am frühen Abend im Lovemobil an der Dragenkreuzung die Dienste der Frau in Anspruch genommen, sie aber nicht verletzt oder ausgeraubt. „Chance bekommen, Chance vertan“, kommentierte die Staatsanwältin das Verhalten. Sie ist davon überzeugt, dass er die Prostituierte nach dem Sex gewürgt, geschlagen und ausgeraubt hat. Die an den Händen gefesselte und nur mit einem BH bekleidete Frau konnte sich befreien, während er nach Geld gesucht haben soll.

Zwei Hilfeschreie aus dem Lovemobil

Plötzlich tauchte sie im Dunkeln mitten auf der Straße auf, ich musste eine Vollbremsung machen“, sagte eine 35-jährige Autofahrerin aus Gifhorn als Zeugin aus. Andere Autofahrer sahen zu demselben Zeitpunkt einen blauen Transporter vom Parkplatz fahren. Ein Ehepaar notierte sich das Kennzeichen - so konnte die Polizei den 23-Jährigen zwei Tage später festnehmen. Am Steuer des Transporters saß zum Tatzeitpunkt ein 29-jähriger Arbeitskollege des Angeklagten. Sie kannten sich aus einer Bauarbeiterunterkunft. Aus Angst habe er in zwei Vernehmungen gelogen und für den 23-Jährigen ausgesagt. Wegen versuchter Strafvereitelung wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt. Vor Gericht berichtete er nun von zwei Hilfeschreien aus dem Lovemobil, die er gehört habe, als sich sein Kollege darin aufhielt.

Ein Rechtsmediziner erklärte, dass das Würgen der Frau potenzell lebensbedrohlich gewesen sei. Zehn Tage lang lag sie in einer Klinik. Seitdem ist sie für das Gericht nicht auffindbar und konnte als Zeugin nicht geladen werden. Am 13. April wird der Prozess fortgesetzt.

Von Bettina Reese

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