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Gifhorn Stadt Amtsgericht stellt Verfahren im Schilder-Zoff ein
Gifhorn Gifhorn Stadt Amtsgericht stellt Verfahren im Schilder-Zoff ein
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Verfahren eingestellt: Eine Sassenburgerin soll bei den Nachbarn ein Schild abgerissen haben – das Amtsgericht Gifhorn hatte sich mit dem Streit zu befassen. Quelle: Archiv
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Gifhorn

Im Zeugenstand hatte die Ehefrau eines Rentners - sie liegen seit Jahren mit der Nachbarin im Streit - die „Schilder-Attacke“ geschildert. Sie sei von einer Jogging-Runde zu ihrem Haus zurück gekehrt und habe beobachtet, dass ihre Nachbarin das Baustellenschild abgerissen habe. Strafrichter, Staatsanwalt und Verteidiger nahmen Fotos und Lagepläne der Grundstücke genau in Augenschein, um die Tat nachvollziehen zu können. Die Joggerin zeichnete mit Bleistift ihren Standpunkt zum Zeitpunkt des Geschehens und den Standpunkt der Nachbarin ein. Für den Strafrichter und auch den Staatsanwalt stand dann jedoch ziemlich schnell fest: Die Joggerin, die relativ klein ist, konnte unmöglich ihre Nachbarin beim Abreißen des Schildes beobachtet haben. „Das können sie unmöglich gesehen haben“, befand der Strafrichter und verwies auf einen etwa 1,80 Meter hohen Zaun, der der Joggerin den Blick auf das Geschehen versperrt habe.

Auch der 65-jährige Ehemann - er hatte das marode Baustellenschild in einer Stofftüte mit in den Gerichtssaal gebracht - konnte ebenfalls nur wenig zur Aufklärung beitragen. Er hatte die angebliche Sachbeschädigung lediglich von seiner Frau geschildert bekommen, jedoch selbst keine Beobachtungen gemacht. Das Verhältnis zwischen dem Ehepaar und der Nachbarin ist schon seit längerer Zeit angespannt: „Zehn bis 15 Anzeigen“ - so der Richter - wurden von dem Paar gegen die Frau inzwischen gestellt.

ust

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