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Altes Klinik-Areal: Was läuft da schief mit Offizin?

Gifhorn Altes Klinik-Areal: Was läuft da schief mit Offizin?

Gifhorn. Der Ärger ums alte Klinik-Areal dauert an. „Wohnbebauung auf dem früheren Klinik-Gelände“: Unter diesem Motto stellten Stadt und die Berliner Offizin AG, die sich damals als Käufer des sieben Hektar großen Areals präsentierte, im April 2015 stolz Nachnutzungspläne vor. Passiert ist bisher nichts.

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Weiterhin unklare Zukunft: Die Berliner Offizin wollte auf dem alten Klinik-Areal ein großes Bauprojekt starten. Nun gibt es zunehmend Kritik an der Berliner Firma.

Quelle: Lea Rebuschat

Auch in Sachen Kauf-Rückabwicklung an Helios ruht der See still. Inzwischen mehren sich kritische Stimmen über die Geschäftspraktiken von Offizin.

Unter der Überschrift „Risiko für Anleger?“ befasst sich die Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger (SGK) aus Berlin auf ihrer Homepage mit Offizin und stellt unter anderem fest. „Die Kontinuität beim Personal lässt sich beim Management der Offizin AG über die Jahre nicht finden.“ Häufig wechselnde Vorstände, „keine Bilanz für das Geschäftsjahr 2014, gleichwohl drei verschiedene Versionen für das Geschäftsjahr 2013“: Die SGK ist skeptisch.

In das gleiche Horn stößt eine Anwaltskanzlei aus Konstanz, die sich auf Kapitalanlagerecht spezialisiert hat. Das Offizin-Geschäftsmodell sehe vor, Immobilien „weit unter dem Verkehrswert zu erwerben und zeitnah mit erheblichem Gewinn zu verkaufen“ - Anleger würden mit hohen Renditen geworben. „Im Zuge unserer Recherchen fiel uns auf, dass auf der Homepage der Offizin AG (Stand 04.03.2016) keine anlagerelevanten Inhalte mehr zu finden waren“, stellten die Juristen aus Konstanz fest. Mittlerweile sei auch die Webseite des Unternehmens nicht mehr erreichbar. Häufig wechselnde Vorstände, ein Geschäftssitz, der unzählige Male verlegt worden sei, und GmbH-Neugründungen - darunter die Offizin Projekt Gifhorn: Auch eine große Berliner Anwaltskanzlei warnt.

Offizin-Vorstand Esat Turan wollte sich gegenüber der AZ nicht äußern: „Ich bin im Urlaub.“

Enttäuschung im Rathaus: "Es hat sich bisher nichts getan"

Gifhorn. Das Siegerkonzept eines städtischen Landschaftsplaner-Wettbewerbs 2012 – von Bürgermeister Matthias Nerlich initiiert – sollte auf dem früheren Klinik-Areal an der Bergstraße umgesetzt werden.

Passiert ist bislang nichts. Der Rechtsstreit zwischen Helios und der Offizin AG (AZ berichtete) hat jedoch einen Strich durch diese Rechnung gemacht. „Es hat sich bisher nichts getan“, bedauert Gifhorns Stadtsprecherin Annette Siemer. Dem städtischen Bauordnungsamt würden aktuell keine neuen Erkenntnisse zu dem von der Offizin AG angekündigtem Projekt „Wohnbebauung im Grünen“ vorliegen.

„Wir haben gemeinsame Ziele vor Augen“, hatte im Frühjahr 2014 Offizin-Vorstand Thomas Lieschied versichert. Er hat das Unternehmen jedoch bereits vor Monaten verlassen. Von Helios-Sprecherin Ulrike Grönefeld war keine Stellungnahme zu erhalten. Sie hatte Ende März mitgeteilt, dass Helios von dem Vertrag mit der Offizin AG zurück getreten sei. Offizin habe den Kaufpreis für das Gelände des ehemaligen Krankenhauses nicht gezahlt. Der Käufer widersetze sich jedoch der Rückabwicklung.

ust

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