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Altenpflege: „Beruf ist unattraktiv“

Personalnotstände wegen schlechter Bezahlung und Arbeitsbedingungen Altenpflege: „Beruf ist unattraktiv“

Der Personalnotstand im Leiferder Altenheim, wo ambulante Pflegedienste aushalfen, wird im Kreis Gifhorn heiß diskutiert. Die Arbeitsbedingungen sehen Fachleute allgemein als Ursache für den Fachkräftemangel an. Die Altenpflege sei ein Geschäft, für Rendite sorge unterbezahltes und unterbesetztes Personal.

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Personalnotstand in der Altenpflege: Fachleute führen die Probleme auf schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen zurück.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Die Berufsfachschule Altenpflege an der BBS I ist im vierten Jahr. „Unsere Zahlen steigen“, sagt Abteilungsleiterin Sabine Gebauer-Schnoor. Eine Entwarnung sei das keinesfalls. „Wir würden gern noch mehr junge Menschen ausbilden.“ In Scharen kommen die nicht. Schichtdienst, oft Wochenenddienst, wenig Lohn: „Wen lockt das denn?“

„Der Beruf ist von der Bezahlung her völlig unattraktiv.“ Laut Jens Havemann von Verdi würden die wenigsten Beschäftigten tariflich bezahlt. Verdi wolle beantragen, dass der mit Awo und Diakonie auszuhandelnde Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird. Der Landkreis versuche im Fachkräftebündnis Pflege überregional, den Job attraktiv darzustellen, und unterstütze dies, so Kreisrat Rolf Amelsberg. Hürde wird laut Havemann jedoch der zuständige, paritätisch besetzte Ausschuss sein: Die Arbeitgeberseite signalisiere ein Nein.

Bezahlung hin und her, bedeutender sind für Havemann die Arbeitsbedingungen. Amelsberg sagt, dass unklar sei, wie viele Stellen in den 23 stationären Einrichtungen mit 1793 Pflegeplätzen unbesetzt seien, aber die ausgehandelten Personalstrukturen seien „für die Einrichtungen auskömmlich“. Das sieht Havemann anders. „Selbst wenn alle Stellen besetzt sind, ist die Arbeit nicht zu schaffen.“ Mitarbeiter gingen abends nach Hause im Wissen, den Menschen nicht geholfen zu haben. „Das machen sie nicht lange. Sie werden aus dem Beruf herausgetrieben.“

rtm

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