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Gifhorn Stadt Alte Schule: Diskussion über Denkmalschutz
Gifhorn Gifhorn Stadt Alte Schule: Diskussion über Denkmalschutz
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00:26 13.09.2014
Ist ein Denkmal und bleibt es wohl auch: Angedacht - und auch umstritten - ist, die Alte Schule in ein Kulturzentrum umzubauen. Quelle: Ron Niebuhr
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Dr. Christoph Eichhorn, Fachanwalt für Verwaltungsrecht aus der Kanzlei Appelhagen, erläuterte dem Sassenburger Bauausschuss am Dienstag, wie die Landesbehörde entscheidet, was ein Denkmal ist. Und welche Pflichten der Gemeinde aus dem Denkmalschutz entstehen. Denkmal wird dem Gesetz nach, was im öffentlichen Interesse kulturell, historisch, städtebaulich, künstlerisch oder wissenschaftlich mindestens lokal bedeutsam ist.

Hinsichtlich der Alten Schule hegte Eichhorn keinerlei Zweifel über den Denkmalcharakter. Insofern hat eine Klage gegen die Entscheidung der Landesbehörde wohl nahezu keine Aussicht auf Erfolg, denn die Gerichte folgen erfahrungsgemäß immer der Meinung der Fachleute - und die sitzen halt in der Landesbehörde für Denkmalschutz, sagte Eichhorn.

Allerdings sei die Landesbehörde in aller Regel sehr entgegenkommend, wenn eine Kommune ein Gebäude unter Denkmalschutz sanieren, einer neuen Nutzung zuführen und dafür im Inneren umgestalten möchte. Auch es sei ratsam, denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren, bevor die Landesbehörde es anordnet: „Sonst gibt es keine Fördermittel“, so der Fachanwalt.

Ein Baudenkmal muss stets so saniert werden, wie es ursprünglich aussah - selbst wenn es zwischenzeitig ein neues Dach oder andere Fenster bekommen hat. „Eine Pflicht, funktionstüchtige Dinge auszutauschen, besteht aber nicht“, sagte Eichhorn. Für Michael Lehr (CDU) ist damit klar: „Man kann uns nicht zwingen, die Alte Schule für mehrere Millionen in ein Kulturzentrum umzubauen.“

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