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Aktuell sind vor allem Mahner gefragt

Volkstrauertag im Kreis Gifhorn Aktuell sind vor allem Mahner gefragt

Es ging am Volkstrauertag nicht nur ums Erinnern, sondern auch ums Mahnen und Aufrütteln: In zahlreichen Orten des Landkreises legten Abordnungen von Feuerwehr, Schützen, Verbänden und Politik an den Ehrenmalen Kränze nieder.

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Volkstrauertag: Wie hier in Gifhorn legten Abordnungen im ganzen Landkreis Kränze an Ehrenmalen nieder.
 

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn.  Es brauche Tage wie diesen, damit sich die Mahner melden, „wenn wieder die Nationalisten an den Müllhaufen der Geschichte auftauchen“, sagte Pastoralreferent Martin Wrasmann von der katholischen St. Altfrid-Gemeinde an den Ehrenmalen in Gifhorn. „Wenn es eine Hölle gibt, so konnte man sie damals finden auf dem Feld der Ehre.“ Doch für Wrasmann dient der Volkstrauertag eben nicht nur zur Erinnerung an die beiden Weltkriege. Es werde wieder mit dem Feuer gespielt, auch heute seien Menschen täglich Opfer von Krieg und Gewalt. „Warum liegen Wissen und Handeln so weit auseinander?“

Für die erkrankte Superintendentin Sylvia Pfannschmidt sprang St. Nicolai-Pastor Klaus Pohl in die Bresche und knüpfte an Wrasmanns Mahnungen an. „Herr, lass uns nicht vergessen, was war.“ Denn für viele Menschen in der Welt sei das gerade Gegenwart an den Orten von Krieg und Terror: „Wir können sie heute gar nicht aufzählen.“

Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich brachte Bilder von Kunstschülern aus Korssun-Schewtschenkiwski mit, die den Volkstrauertag thematisieren. „Es geht nicht nur ums Erinnern.“ Gifhorns Partnerstadt sei vom immer noch andauernden Ukraine-Krieg indirekt betroffen: Es gebe gefallene Soldaten, die von dort stammen.

Die Zeremonie in Gifhorn umrahmten der St. Nicolai-Posaunenchor und der Männerchor Gifhorn. Als die Abordnungen die Kränze niederlegten, läuteten die Glocken der Gifhorner Kirchen.

Von Dirk Reitmeister

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