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Gifhorn Stadt Afghanistan-Hilfe: Sybille Schnehage kurz nach Anschlag gelandet
Gifhorn Gifhorn Stadt Afghanistan-Hilfe: Sybille Schnehage kurz nach Anschlag gelandet
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06:17 21.09.2012
Selbstmordattentat: Kurz danach fuhr die Bergfelderin Sybille Schnehage an dieser Stelle vorbei, an der gestern elf Menschen gestorben sind. Quelle: Ahmad Jamshid
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Per Telefon meldete sie sich um 13.15 Uhr Ortszeit bei der AZ. „Überall Straßensperren und Kontrollen - alle haben Angst“, berichtet Sybille Schnehage. Vor allem für Ausländer ist die Lage extrem gefährlich: Der Mohammed-Schmähfilm hat die Stimmung weiter aufgeheizt. „Unschuldige sterben wegen einer solchen blödsinnigen Provokation - dieser Film gefährdet die komplette Hilfsarbeit im Land“, schimpft Sybille Schnehage.

Um so mehr freut sie sich über jedes freundliche Gesicht: „Der Schaltermitarbeiter am Flughafen hat mich sofort erkannt und gefragt, ob dieses Mal mit meinem Gepäck alles geklappt hat.“ Immerhin hat die Bergfelderin einiges an medizinischem Gerät und auch einen Rollstuhl dabei. „Aber es hat alles wunderbar geklappt.“

Heute fährt sie mit zwei Autos im Konvoi über den Salang-Pass nach Kunduz, „mitten durch Terroristen-Gebiet“. Der Pass ist schon zu Friedenszeiten eine Herausforderung wegen der schlechten Straße und des Wetters.

Aber Sybille Schnehage freut sich auch auf Kunduz: „Mein neues Büro ist fertig. Das heißt, die Frauen können endlich wieder zu mir kommen, ohne Männern zu begegnen.“ Bis Anfang Oktober will sie vor allem Hilfsgüter verteilen. Und ansonsten abwarten, was sich entwickelt und was möglich ist.

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