Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Ärger um Werberkolonne
Gifhorn Gifhorn Stadt Ärger um Werberkolonne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 23.11.2012
Der Krankenwagen kommt: Auch wer nicht bei den Johannitern ist, braucht sich keine Sorgen zu machen. Quelle: Rainer Surrey

Wer nicht Mitglied bei den Johannitern wird, darf keinen Krankenwagen mehr in Anspruch nehmen: „Mir haben jetzt schon mehrere meiner Patienten erzählt, dass Werber der Johanniter ihnen das an der Haustür gesagt hätten“, berichtet Sigrid Rottluff, Leiterin der Ambulanten häuslichen Pflege Meinersen.

Von 50 Euro Monatsbeitrag sei die Rede gewesen, „die Senioren waren zum Teil richtig in Panik und haben die Verträge unterschrieben, weil sie Angst hatten, sonst im Notfall keinen Krankenwagen mehr anfordern zu dürfen“, sagt Sigrid Rottluff. Aus Meinersen, Müden, Seershausen und Ahnsen seien ihr Fälle berichtet worden. „Ich habe erstmal die Polizei informiert.“

Antje Heilmann, Sprecherin des Johanniter-Landesverbands, bestätigt, dass zurzeit Werber der Johanniter in der Samtgemeinde Meinersen unterwegs seien. „Sie bieten an den Haustüren Fördermitgliedschaften an. Aber natürlich kommt der Rettungsdienst auch ohne diese Mitgliedschaft.“ Auch sei die Summe von 50 Euro Monatsbeitrag erstaunlich, „der Beitrag ist variabel“.

Die Haustürwerber hätten einen klaren Verhaltenskodex, zu dem die geschilderte Vorgehensweise nicht passe. „Hin und wieder haben wir das Problem von Trittbrettfahrern, die da, wo wir Werbung machen, auch aktiv werden, das kann man nicht ausschließen“, sagt Antje Heilmann.

Wer sich unsicher sei, wer da bei ihm vor der Haustür stehe, könne rund um die Uhr die kostenlose Johanniter-Hotline 0800-0019214 anrufen und sich erkundigen, ob alles seine Richtigkeit hat.

tru