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Ärger um Knöllchen für Gehbehinderte

Gifhorn Ärger um Knöllchen für Gehbehinderte

Dieses Knöllchen ärgert Brigitte Hinrichs besonders: Weil ihr Auto mit zwei Rädern auf dem Gehweg parkte, soll die Gifhornerin 20 Euro bezahlen.

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Parkärger am Ziegelberg: Die Gifhornerin Brigitte Hinrichs - sie ist gehbedindert - fühlt sich durch ein Knöllchen ungerecht behandelt. Photowerk (sp)

Quelle: Sebastian Preuß

Eine echte Park-Alternative sieht die Bewohnerin einer GWG-Wohnung am Ziegelberg nicht, zumal sie wegen einer Hüftgelenkprothese keine weiten Wege laufen kann.

„Hätte ich nicht auf dem Gehweg, sondern am Bordsteinrand geparkt, wäre die Straße zu schmal für Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr und ähnliches“, sagt sie. „Dann hätte ich eine Ordnungswidrigkeit begangen.“ Die hätte sie 40 Euro gekostet. Drei Meter Durchfahrtbreite ist das Minimum, bestätigt Gifhorns Ordnungsamtsleiterin Elke Rohrbeck.

Brigitte Hinrichs ist verzweifelt. „Nächste Parkmöglichkeit ist für mich am Friedhof, wo aber nur selten Parkplätze frei sind.“ Dabei habe sie die Wohnung seinerzeit als Altenwohnung angemietet - „wie kann das sein, obwohl es in nächster Nähe keine Parkmöglichkeiten gibt, um auch als Kranke meine Wohnung zu erreichen?“

„Das ist schwierig“, bestätigt Elke Rohrbeck, „ich habe Verständnis für die Parkplatzprobleme von Menschen mit einer Gehbehinderung“. Aber dennoch müsse das Auto so geparkt werden, dass es niemanden behindere. „Auf dem Gehweg muss genug Platz sein für Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl.“

GWG-Geschäftsführer Andreas Otto betont: „Dort wohnen zwar viele ältere Menschen, aber altengerechtes Wohnen nach heutigen Standards erfüllen diese Wohnblöcke nicht.“ Bei einem Ortstermin, zu dem Brigitte Hinrichs gleich noch diverse Nachbarn mit angeschleppt hatte, stellte Otto fest: „Das Problem müssen Sie mit der Stadt klären.“

Brigitte Hinrichs hat bei der Stadt gegen das Verwarngeld Einspruch eingelegt.

tru

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