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„Ältere fallen nicht mehr auf als andere auch“

Senioren am Steuer „Ältere fallen nicht mehr auf als andere auch“

Wie rüstig sind Rentner am Steuer? Rüstiger, als viele glauben, sagen Fachleute aus Gifhorn. Sie zählen die Generation 65plus keinesfalls zur Risikogruppe, und die Statistik der Polizei untermauert das.

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Besser als ihr Ruf: Den meisten Senioren stellen Polizei und andere Verkehrsexperten als Autofahrer ein gutes Zeugnis aus. Auch Harry Simon ist mit 97 Jahren noch fit am Steuer. Foto: Cagla Canidar

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. Das Haltesignal der Polizei missachtet, und nun droht Post von der Führerscheinstelle? Das wollte Harry Simon (97) aus Gifhorn nicht auf sich sitzen lassen. Er habe die Kelle sehr wohl gesehen, die mit der grünen Seite zu ihm gehalten und nach unten geschwenkt worden sei - Signal langsam zu fahren, nicht anzuhalten, sagt der Vielfahrer.

Er hat nach dem Vorfall freiwillig ein Fahrfitnesstraining gemacht und sich beurkunden lassen. „Das dauerte anderthalb Stunden.“ Unter Fachaufsicht war er auf Autobahn, Landstraße und im Stadtverkehr unterwegs.

„Ich hatte schon 94-Jährige dabei, die den jungen Leuten was vorgemacht haben“, sagt Lutz Dietrich, der für die Kreisverkehrswacht Gifhorn Sicherheitstrainings anbietet. Alter bedeute nicht von vornherein Unsicherheit, sagt auch Uwe Boll, Kreisvorsitzender des Fahrlehrerverbandes. „Die Älteren fallen nicht mehr auf als andere auch.“ Laut Winfried Enderle, Verkehrsfachmann der Gifhorner Polizei, gilt sogar das Gegenteil - vergleicht man die Gruppe der über 65 Jahre alten Fahrer mit 17- bis 24-jährigen. Die Senioren haben einen Anteil von 19 Prozent an der Bevölkerung im Landkreis, unter den Verursachern schwerer Unfälle sind 11,3 Prozent 65 Jahre und älter. Die Fahranfänger mit einem Bevölkerungsanteil von 7,6 Prozent machten 22 Prozent bei den Unfallverursachern aus. Wer nicht viel fährt, macht auch nicht viel Fehler? Die Kilometerleistung, die er statistisch nicht erfassen könne, könnte die Statistik etwas relativieren, räumt Enderle ein. Dennoch: „Sicherlich fährst du im Alter besonnener und hast einen größeren Erfahrungsschatz.“ Vorsicht gleiche körperliche Mängel aus.

Nicht erkannte Krankheiten sind laut Dietrich durchaus ein Problem, aber auch das sei nicht unbedingt altersspezifisch. „Sind Krankheiten unter Behandlung, sind sie für den Verkehr kein Problem.“ Womit Ältere in der Tat eher Probleme hätten: mit der Technik Schritt zu halten, etwa was Fahrassistenz-Systeme oder Bordcomputer angehe.

rtm

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