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Gifhorn Stadt Abbiegespur gesperrt, weil Schranke zu kurz ist
Gifhorn Gifhorn Stadt Abbiegespur gesperrt, weil Schranke zu kurz ist
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06:00 02.02.2019
Schildbürgerstreich am Bahnübergang B 188: Der Zollstock beweist, dass die Schranke für drei Fahrspuren zu kurz geraten ist. Die Bahn muss sich ein Exemplar mit Überlänge noch genehmigen lassen. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Ein genervter Autopendler brachte die AZ auf die Spur. Er hatte das Gerücht aufgeschnappt, und die AZ hat nun mit dem Zollstock nachgemessen: Siehe da, die Schranke an der Westseite ist tatsächlich zu kurz! Sie, die eigentlich alle drei Fahrspuren sperren soll, ragt nur zu zwei Dritteln – also rund zwei Meter weit – in die Linksabbiegerspur. 1,20 Meter fehlen bis zur durchgezogenen Linie.

Die Eisenbahnkreuzungsverordnung ist Schuld

Laut Eisenbahnkreuzungsverordnung muss ein Schrankenbaum die Fahrbahn vollständig, also bis zur durchgezogenen Linie, sperren, sagt Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht. Weil das an der B 188 nicht der Fall ist, hat die Deutsche Bahn vorsichtshalber die Linksabbiegerspur vorübergehend gesperrt. „Ich weiß nicht, was die Bahn da für Planungen macht“, sagt der Gifhorner Verkehrsexperte Kopf schüttelnd. Die Folgen seien jedenfalls gravierend.

Linksabbieger blockieren Geradeausspur

Denn ein großer Teil der Aufstellfläche der Linksabbiegerspur nach Triangel und Neudorf-Platendorf entfällt. Vor allem im Berufsverkehr blockierten Linksabbieger die Geradeausspur, sagt Dietrich. „Es könnte besser laufen“, sagt auch Andreas Alischer von der Polizei Gifhorn über die unendliche Geschichte an der Dragenkreuzung.

Schrankenbaum mit Überlänge benötigt

„Der sichernde Schrankenbaum muss mit einer Länge von elf Metern drei Spuren abdecken und hat dadurch Überlänge“, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis die Situation. Dafür sei eine spezielle Zulassung notwendig. „Bis zur Erteilung der Zulassung ist am Bahnübergang ein Zehn-Meter-Baum für zwei Fahrspuren verbaut.“

Wann der richtige Schrankenbaum kommt, vermochte Meyer-Lovis noch nicht bekannt zu geben. Dietrich und die vielen Autopendler hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauert.

Von Dirk Reitmeister

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