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Gifhorn Stadt Standing Ovations bei der Verdi-Gala
Gifhorn Gifhorn Stadt Standing Ovations bei der Verdi-Gala
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13:59 03.08.2018
Applaus, Applaus: Die Verdi-Gala begeisterte am Donnerstagabend die Zuschauer im Schlosshof. Quelle: Torben Niehs
Gifhorn

Ein Opernabend ganz ohne dahinsiechende Damen, vergiftete Liebende oder gemeuchelte Widersacher - geht das? Es geht! Am Donnerstag traten die renommierte Festspieloper Prag und die Tschechischen Symphoniker Prag im Hof des Gifhorner Schlosses eindrucksvoll den Beweis an.

Verdi-Gala im Gifhorner Schlosshof: Die renommierte Festspieloper Prag und die Tschechischen Symphoniker Prag begeisterten das Publikum.

Das Publikum feierte an dem lauen Sommerabend die zweistündige Verdi-Gala Open-Air mit stehenden Ovationen. Der erfolgreiche Abend basierte auf der bestechenden Idee des tschechischen Baritons und Regisseurs Oldrich Križ. Er schuf aus acht der bekanntesten Opern des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi zwei neue Geschichten. So gelang es Križ, die beliebtesten Arien, Solopartien und Chorstücke den Opernfans zu präsentieren, ohne dass das Publikum bloß ein Potpourri der großartigen Melodien zu hören bekam.

Der „Gefangenen-Chor“ ist der Höhepunkt vor der Pause

Unter der musikalischen Leitung von Martin Doubravsky spielten und sangen sich Orchester, Chor und Solistinnen und Solisten in die Herzen der Opernfans. Nabucco bildete den thematischen Schwerpunkt des ersten Teils. In einem schlichten Bühnenbild fügten sich der Chor „Gloria all´Egitto“ aus Aida, das Duett aus Don Carlo „Dio che nell´alma infondere“ und die Arie „Rataplán“ aus Die Macht des Schicksals zu einem lebendigen Hörereignis zusammen. Der beeindruckend vorgetragene „Gefangenen-Chor“ bildete den Höhepunkt vor der Pause.

Der zweite Part verknüpfte die schönsten Stücke aus Rigoletto wie das Quartett „Bella figlia dell´amore“ und La traviata. Selbstverständlich fehlten „La donna è mobile“ und das Trinklied nicht. Als Zugabe wiederholte der Chor „Va pensiero, sull´ali dorate“, und die eine oder der andere vor der Bühne sang mit.

AZ-Leser auf der Bühne: „Das war so schön“

Eine Hand, die unter dem Bühnenrand winkt, ein Zischlaut: Jetzt müssen Lieselotte Lehr und Annegret Benecke auf die Bühne. Die beiden haben bei der Verlosungsaktion der Aller-Zeitung eine Statistenrolle gewonnen und singen im Gefangenenchor aus der Verdi-Oper Nabucco mit.

Voller Begeisterung: Lieselotte Lehr (l.) und Annegret Benecke unmittelbar nach ihrem Auftritt im Gefangenenchor. Quelle: Torben Niehs

Als sie ihre Ehrenkarten abholen, berichten beide, dass sie sich riesig freuen, aber doch etwas Lampenfieber haben. „Ich habe mir den Text ausgedruckt und bin damit in unsere Eisdiele gegangen, um die Aussprache zu üben“, erzählt die Bromerin Annegret Benecke. „Wenn man die Sprache nicht kann, ist das ganz schön schwierig.“ Den Text hat sie auch in ihrer Tasche. Lieselotte Lehr bringt jahrelange Chorerfahrung mit, „aus dem Gemischten Chor Westerbeck“. Also Solistin „würde ich mich ja nie auf die Bühne wagen“, aber im Chor sei das ja etwas anderes. Auch sie hat zuhause „ein bisschen“ geübt, denn „Opern habe ich noch nie gesungen“.

„Mischung aus Vorfreude und Aufregung“

Die ersten 20 Minuten sitzen die beiden im Publikum. „Ich bin schon ganz schön aufgeregt“, stellt Annegret Benecke fest. Dann werden sie abgeholt, verschwinden hinter der Bühne, folgen Oda Kokoschkova durch den Rittersaal ins Foyer. Dort taxiert die Kostümbildnerin die beiden mit geübten Blicken und hat ruckzuck die passenden Kleider herausgesucht. Noch das Häubchen dazu, dann liefert Oda Kokoschkova die beiden Statistinnen hinter der Bühne ab. Als „Mischung aus Vorfreude und Aufregung“ bezeichnet Annegret Benecke ihren Gefühlszustand.

Strahlende Gesichter nach dem Auftritt

Einen Gefangenenchor später kommen die beiden die Bühnentreppen wieder herab, ein Strahlen in den Gesichtern. „Das war so schön, wir standen ganz oben, alle konnten uns sehen, was für ein besonderer Moment“, reden die beiden vor lauter Aufregung und Freude durcheinander. „Davon werden wir ein Leben lang zehren“, stellt Lieselotte Lehr fest, bevor die beiden in der Garderobe verschwinden, um den zweiten Teil der Aufführung auf ihren Plätzen im Publikum zu genießen.

Von Elga Eberhardt und Christina Rudert

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