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„A 39 volkswirtschaftlich immer unsinniger“

Lessien „A 39 volkswirtschaftlich immer unsinniger“

Lessien. Der Tenor der Veranstaltung am Mittwochabend in Lessien war eindeutig: Die A 39 von Weyhausen nach Lüneburg macht wenig Sinn.

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Großes Interesse: Gut 150 Zuhörer informierten sich gestern Abend in Lessien rund um das Thema Autobahn 39 und Alternativen dazu.

Quelle: Christina Rudert

In die Richtung ging schon das Pressegespräch vor der Veranstaltung, zu der auf Einladung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) gut 150 Zuhörer kamen.

Prof. Dr. Matthias Gather vom Institut für Verkehr und Raum an der Fachhochschule Erfurt äußerte einen Verdacht: „Dass die A 39 durch die kalte Küche in den Bundesverkehrswegeplan gekommen ist, rein unter regionalpolitischen Aspekten.“ VCD-Landesvorsitzender Hans-Christian Friedrichs verwies auf die Kostenexplosion schon in der Berechnung: „Ausgegangen wurde von 437 Millionen Euro, jetzt sind wir bei 1,1 Milliarden Euro.“ Das Projekt werde volkswirtschaftlich immer unsinniger. Auf vier Kriterien im neuen Bundesverkehrswegeplan verwies Dr. Werner Reh, Leiter des Verkehrsreferats im BUND: Klimaschutz, regionale Schadstoffminderung, Naturschutz ohne zerschnittene Räume und Schutz städtebaulicher Potenziale. „Das passt hier eins zu eins.“ Deshalb seien Alternativen gefordert. Und der viel beschworene Kosten-Nutzen-Faktor, das betonte BUND-Kreisvorsitzende Eva Gresky, „ist ein Kriterium, das für die Bevölkerung undurchsichtig, aber politisch gut manipulierbar ist“.

Eine mögliche Alternative zur A 39 stellte Hinrike Böhm von der Niedersächsischen Landesanstalt für Straßenbau und Verkehr vor: eine dreispurige B 4. „Für den neuen Bundesverkehrswegeplan wird das Land die A 39 melden und die B 4.“ Dabei sei der B-4-Ausbau tatsächlich als Alternative gedacht, „es wird nur eins der beiden Projekte realisiert“.

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