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A 39: Hagenah verspricht Prüfung

Brome / Boldecker Land A 39: Hagenah verspricht Prüfung

Jembke/Tappenbeck. Autobahngegner im Boldecker Land sollten auf einen Regierungswechsel nach der Landtagswahl im Januar hoffen. Das wurde am Mittwoch bei einem Treffen der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land mit Enno Hagenah, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, deutlich.

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Kritik am A-39-Bau: Frank-Markus Warnecke (v.r.) und Enno Hagenah trafen sich zwischen Jembke und Tappenbeck mit der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land.

Quelle: Christian Albroscheit

„Eine rot-grüne Regierung wird alle Straßenprojekte, die bis zum Wahltermin keine Baureife haben, neu bewerten“, sagte Hagenah. Und dazu wird die A 39 auf jeden Fall zählen. „Erhalt geht vor Ausbau und Ausbau geht vor Neubau“, so Hagenah weiter. Er betonte, dass die A 39 auch landespolitisch in den Hintergrund gerückt sei. „Ihr größter Verbündeter ist der Verkehrsetat. Es gibt keine Mittel für den Autobahnbau“, sagte Hagenah zur Bürgerinitiative.

Deren Sprecherin Karin Loock betonte, dass die Verkehrsbelastung in Jembke und Tappenbeck nicht mehr zu ertragen sei. „Die Autobahn wird aber keine spürbare Entlastung bringen“, sagte Loock. Stattdessen sprach sie sich für Umgehungsstraßen und einen Ausbau der B 4 aus. Die Initiative plane zudem eine Bürgerbefragung in Tappenbeck. Dort hat die Debatte in den vergangenen Tagen an Brisanz gewonnen, nachdem die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Montag das Wertgutachten für das Sportzentrum vorgestellt hatte (AZ berichtete).

„Was mit Tappenbeck gemacht wird, ist ein Hammer“, sagte Grünen-Landtagskandidat Frank-Markus Warnecke aus Brome. Die Rastplatz-Entscheidung und das Aus für den Sport führten mittlerweile auch bei den Tappenbeckern zum Umdenken. „Es gibt keine Sachgründe für den A-39-Bau“, so Warnecke.

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Ortsumgehung: Es gibt eine Alternative

Brome. Der Gefahrenpunkt am Junkerende muss weg, das ist für Enno Hagenah, verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Landtag, gar keine Frage. Allerdings empfiehlt er eine andere Alternative als eine Ortsumgehung.

Für Hagenah stehen die Kosten für die Umgehung – von 9,5 Millionen Euro ist inzwischen die Rede – in keinem Verhältnis zum Nutzen. „Es geht hier um 230 Lkw und 3960 Fahrzeuge pro Tag“, hatte Swantje Baruschke aktuelle Zahlen parat. „Das Verkehrsaufkommen reicht nicht für eine Umgehung. Zumal schon für 80 Prozent der Projekte im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans kein Geld da ist“, stellte Hagenah fest. Er meinte, die Landesbehörde für Straßenbau müsse mit den unmittelbaren Anliegern Verkaufsgespräche führen. Im Klartext: Abriss mindestens eines der beiden Häuser an der Ecke der Salzwedeler Straße. „Denn dieses Problem muss schnell gelöst werden.“

Dann sah er sich die enge Süd-Trasse Richtung Bromer Busch an. Anwohner Peter Kölling wies auf einen Grundwasserstand von 53 Zentimeter unter Erdoberfläche hin, also erschwerte Baubedingungen. Hagenah verwies darauf, dass Grüne und SPD im Landtag beantragt haben, alle bisherigen Projekte des Bundesverkehrswegeplan erneut auf Nutzen, Bedarf und Aufwand zu prüfen. „Und spätestens vor Gericht würde diese Trasse scheitern“, war er überzeugt.

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