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Gifhorn Stadt 63 Foodsaver retten Lebensmittel vor dem Müll
Gifhorn Gifhorn Stadt 63 Foodsaver retten Lebensmittel vor dem Müll
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20:00 04.11.2018
Foodsharing: Julia Kubiak und Andreas Meinzer freuen sich, dass sich Erdal Tadik von der Bäckerei Akin an dem Projekt beteiligt. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

„Damit sind wir jetzt genug Leute, um gezielt auf Betriebe zuzugehen“, freut sich Julia Kubiak, gemeinsam mit Andreas Meinzer Foodsharing-Botschafter in Gifhorn. Und die ersten Betriebe, die mitmachen, gibt es auch schon.

Die Bäckerei Akin an der Braunschweiger Straße gibt regelmäßig nicht verkaufte Ware an die Foodsharer weiter. „Wir machen da gerne mit“, sagt Erdal Tadik, gemeinsam mit Muhammed Akin Inhaber der Bäckerei. Ebenso beteiligt sich Meyers Hofcafé in Isenbüttel am Foodsharing, „dort holen wir auf Abruf einmal je Woche die nicht verbrauchten Lebensmittel“, sagt Julia Kubiak.

Ressourcenverschwendung minimieren

Ware mit beschädigter Verpackung, Backware vom Vortag, Obst mit Druckstellen: Was nicht verkauft werden kann, landet im Regelfall im Müll. „18 Millionen Tonnen jährlich sind das in Deutschland“, sind Meinzer und Kubiak entsetzt über die Menge. „Diese Ressourcenverschwendung an Nahrung wollen wir minimieren.“

Die Foodsaver, das sind diejenigen, die dafür geradestehen, dass die kooperierenden Betriebe auch wirklich in der vereinbarten Regelmäßigkeit ihre Waren abgeben können. Die ehrenamtlich Engagierten bekommen eine ausführliche Einführung, was zu beachten ist, die beiden Botschafter stellen die Kontakte zu den Betrieben her.

Verkauf ist nicht erlaubt

Wer Lebensmittel abholt, darf sie verbrauchen oder an Freunde und Bekannte geben. „Was er nicht darf, ist, sie zu verkaufen“, sagt Julia Kubiak.

Noch etwas betonen die beiden Botschafter: „Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu den Tafeln.“ Während dort der soziale Gedanke im Mittelpunkt steht, geht es den Foodsharern um die Ressourcenverschwendung. Ihr Ziel: sich selber überflüssig zu machen. „Wenn wir nicht mehr gebraucht werden, weil keine Lebensmittel mehr im Müll landen, haben wir alles richtig gemacht“, fasst Julia Kubiak zusammen.

Kontakt und Infos gibt es auf der Homepage oder per Mail an gifhorn@lebensmittelretten.de.

Von Christina Rudert

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