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60.000 Euro Strafe für Facharzt: Frau Gesichtsnerv durchtrennt

Gifhorn 60.000 Euro Strafe für Facharzt: Frau Gesichtsnerv durchtrennt

Einen Strafbefehl über 60.000 Euro hat ein Gifhorner Facharzt wegen fahrlässiger Körperverletzung erhalten. Er hat einer jetzt 62-jährigen Gifhornerin 2010 bei einer OP den Gesichtsnerv durchtrennt. Eine Gesichtshälfte der Frau ist dadurch gelähmt. Sie bekommt ein Auge nicht zu. Der Geschmackssinn ist weg. „Er hat sie umgebracht, ohne sie zu töten“, so ihr Ehemann.

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Schwerwiegende Folgen einer Operation: Ein Gifhorner Facharzt hat einer Frau den Gesichtsnerv durchtrennt.

Infolge der Nervenverletzung wurde die Geschädigte achtmal nachoperiert. Unter anderem mussten der Nerv rekonstruiert und mehrfach Gewichte in das nicht mehr zu schließende rechte Augenlid eingebracht werden. Die Frau leidet an Krämpfen im Gesicht beim Essen, beim Sprechen und Tätigkeiten im Gesicht. Nachdem ihr zur Überbrückung des Nervs ein Nerv aus dem Unterschenkel entnommen wurde, ist der Fuß teilweise taub und verursacht starke Phantomschmerzen.

All diese Folgen werden auch im Strafbefehl aus dem Jahr 2012 aufgeführt, der Ende vergangenen Jahres rechtskräftig wurde. Der Mediziner hatte dem Ehemann der Geschädigten zufolge zunächst Widerspruch gegen diesen Strafbefehl eingelegt, ihn dann aber wieder zurückgenommen.

In einer außergerichtlichen Einigung mit der Versicherung des Mediziners sei es zu einer Entschädigungszahlung gekommen. „Uli Hoeneß bekommt für Steuerhinterziehung dreieinhalb Jahre Haft - hier wurde ein Leben zerstört und es gibt eine Geldstrafe“, versteht das betroffene Ehepaar die Welt nicht mehr. Mit dem Strafbefehl über 150 Tagessätze zu 400 Euro ist die strafrechtliche Aufarbeitung der fahrlässigen Körperverletzung abgeschlossen.

Der Ehemann der Geschädigten will es damit aber nicht bewenden lassen. Er hat die Ärztekammer und die Krankenkasse eingeschaltet.

fed

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