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50 Jahre Jugendfeuerwehr: An erster Stelle steht die Kameradschaft

Isenbüttel 50 Jahre Jugendfeuerwehr: An erster Stelle steht die Kameradschaft

Isenbüttel. 50 Jahre Jugendfeuerwehr Isenbüttel: Das ist ein Grund zum Feiern. Die Wehr rahmt das eigentliche Gründungsdatum am 1. Oktober ein mit gleich zwei Feiern: einem Spiel ohne Grenzen mit Tag der offenen Tür am Sonnabend, 20. September, und einem Kommers am Sonntag, 12. Oktober.

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Das ist die aktuelle Gruppe: Neun Jungen und ein Mädchen gehören der Jugendfeuerwehr Isenbüttel zurzeit an.

Zum Spiel ohne Grenzen sind etwa 20 Jugendwehren aus der Samtgemeinde und dem Brandabschnitt Süd eingeladen. „Und natürlich freuen wir uns über Zuschauer“, betont Ortsbrandmeister Ulf Kalkreuter. Los geht‘s um 13 Uhr, die Wehren trudeln gegen 12 Uhr am Feuerwehrgerätehaus ein. Damit die Zuschauer maximale Sicht haben, finden alle Spiele auf dem Gelände der Feuerwehr statt. Parallel können von 12 bis 18 Uhr die Fahrzeuge besichtigt werden, die Drehleiter aus Gifhorn kommt, eine Hüpfburg ist aufgebaut, es gibt historische Feuerwehrtechnik zu bestaunen. „Und natürlich werden Spezialitäten vom Grill angeboten, es gibt Kaffee, Kuchen, Pommes und Waffeln“, so Kalkreuter. Bleibt zu hoffen, dass viele die Gelegenheit nutzen, sich mal umzusehen.

Der Kommers findet im Rahmen eines Frühstücks am Sonntag, 12. Oktober, ab 11 Uhr bei Tell Roth statt. „Wir wollen den offiziellen Teil kurz halten, um Zeit zum Feiern zu haben“, betont Kalkreuter. Ein Blick in die Chronik, ein paar Grußworte und Ehrungen sind geplant. „Wir ehren sechs Feuerwehrkameraden, die seit 50 Jahren dabei sind, vier von ihnen noch aktiv“, sagt Kalkreuter. Das sind Hans Brendes, Eckhard Peters, Herbert Schaper, Reinhard Schaper, Christian Wigmann und Jürgen Zeblin. Anschließend spielt die Big Band Tappenbeck.

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Ein Blick zurück:

Isenbüttel. „Wir sind dankbar, dass die Feuerwehr Isenbüttel mit ihren Jugendlichen ihren Dienst mit Liebe und mit Idealismus verrichtet, und sind froh darüber, dass es in der heutigen materialistischen Zeit mit ihrem Überangebot an Freizeitgestaltung noch Jugendliche gibt, die zum Dienst für die Allgemeinheit bereit sind.“

Diesen Satz haben der damalige Samtgemeindebürgermeister und der Samtgemeindedirektor in ihrem Grußwort zum 25-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Isenbüttel geschrieben. So ähnlich könnte es auch heute, 25 Jahre später, zum 50. Jubiläum lauten.

Die Gründung der Jugendwehr am 1. Oktober 1964 erfolgte unter einem gewissen Zeitdruck: Das Kommando wollte eine Jugendwehr haben, bevor das neue Gerätehaus eingeweiht wurde. Und so absolvierten Anfang August 1964 mehrere aktive Feuerwehrleute eine Werbekampagne in der Schule, um Jungen ab elf Jahren zu begeistern. In der Chronik ist festgehalten, dass zum offiziellen Gründungstermin am 17. Oktober 22 Jungen kamen, die am Volkstrauertag im November schon mit am Ehrenmal standen.

Erfolgreich starteten die Isenbütteler auch in ihre Wettkampfkarriere: Bei ihren ersten Kreiswettkämpfen im Sommer 1965 belegten sie gleich die Plätze eins und drei. Und im März 1967 wurden die ersten sieben Jungen in die aktive Wehr übernommen.

Ein weiterer Einschnitt in der Geschichte der Isenbütteler Jugendfeuerwehr: 1984 wurden die ersten sechs Mädchen aufgenommen.

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Die Jugendfeuerwehr Isenbüttel heute:

Isenbüttel. Eine Konstante hat sich über 50 Jahre Jugendfeuerwehr erhalten: Immer noch sind die meisten aktiven Einsatzkräfte selber mal dabei gewesen. Isenbüttels Ortsbrandmeister Ulf Kalkreuter tippt auf „mindestens 70 Prozent“.

Aktuell sind 16 Jugendliche in der Wehr, 15 Jungen und ein Mädchen. „In Höchstzeiten waren es an die 30“, berichtet Torsten Tarach, von 1988 bis 1998 Jugendfeuerwehrwart und heute stellvertretender Ortsbrandmeister.

Er war seinerzeit auch selber in der Jugendwehr. „Die Feuerwehr war bei uns in der Schule – das fand ich spannend.“ Und dann ist er halt zum Übungsdienst marschiert. Ähnlich war es bei Björn Lenz, der seit 2013 Jugendwehrwart ist. „Wir sind mit mehreren Leuten zusammen in die Feuerwehr gegangen, da war ich zehn Jahre alt.“ Er ist der Jugendwehr treu geblieben: erst als Betreuer, dann als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart, jetzt als Jugendfeuerwehrwart. „Und es hat immer Spaß gemacht.“

Wenn Tarach und Lenz zurückblicken, hat sich in der alltäglichen Jugendarbeit nicht so ganz viel geändert. Betreuer Dominik Flemmer nennt ein wichtiges Schlagwort: „Die Kameradschaft.“ Früher wie heute gefördert durch Zeltlager. Neu ist das Problem, genügend Steckdosen für die Handy-Akkus zu finden. Alt und nach wie vor attraktiv sind Nachtwanderung und Lagerfeuer. Und die Wettkämpfe, bei denen es in erster Linie um den Spaß geht, wie Ortsbrandmeister Ulf Kalkreuter betont.

„Was sich geändert hat und kontinuierlich weiter ändert, ist die Technik“, sagt Lenz. Als er anfing, gab‘s zwei Feuerwehrfahrzeuge. „Heute haben wir fünf.“ Wer sich die ansehen möchte – und Interesse an Spiel, Spaß, Abenteuer und Feuerwehrtechnik hat –, kann dienstags um 18 Uhr im Gerätehaus vorbei kommen. Dann ist die Jugendwehr da.

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