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44-Jähriger soll Tochter missbraucht haben

Landgericht verhandelt Fall aus dem Landkreis Gifhorn 44-Jähriger soll Tochter missbraucht haben

Der Vorwurf wiegt schwer: Der 44-jährige Angeklagten aus dem Landkreis Gifhorn wird beschuldigt, seine Tochter vergewaltigt und sexuell missbraucht zu haben. Deshalb muss er sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Hildesheim verantworten.

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Vater soll seine Tochter missbraucht haben: Der Fall wird vor dem Landgericht in Hildesheim verhandelt.

Quelle: Rainer Dröse

Hildesheim/Gifhorn. Die Staatsanwältin geht davon aus, dass der Mann im Frühjahr 2014 seine damals 16-jährige Tochter vergewaltigt hat.

Bevor es zu sexuellen Handlungen gekommen sein soll, habe der Mann erst bei den Nachbarn, später mit seiner Tochter Alkohol konsumiert. Als sie ins Bett ging, soll er sich an ihr vergangen haben.

Der Mann bestreitet vehement die Tat. Ihm ist es unerklärlich, warum seine Tochter ihm diesen Vorwurf macht. Durch seinen Verteidiger ließ er eine Erklärung verlesen. Demnach habe er nach der Scheidung von seiner Frau im Jahr 2010 mit seinem Sohn allein gelebt. Seine Tochter sei bei ihrer Mutter geblieben. Im Haushalt der Kindesmutter habe es Alkoholexzesse und Orgien gegeben. Er habe seine Tochter dann im Jahr 2012 zu sich geholt. Dann gab es Schulprobleme, das Verhältnis zu seiner Tochter wurde schwieriger.

In der Schule bemerkte man im Somer 2014, dass es der Jugendlichen immer schlechter ging. Von einer Lehrerin wurde sie zur Schulsozialarbeiterin geschickt. Diese kannte das Mädchen aus einem Beratungsgespräch aus dem Jahr 2013. Damals hatte die Schülerin sich selbst verletzt und von familiären Problemen gesprochen. „Im letzten Gespräch erzählte sie sehr schamhaft, dass ihr Papa gewisse Körperteile anfasse“, sagte die Schulsozialarbeiterin als Zeugin.

Da das Jugendamt die Situation anders einschätzte als sie, habe sie die Polizei eingeschaltet. Seitdem stehen die Vorwürfe im Raum.

Um der nun 20-Jährigen die Aussage vor Gericht zu ersparen, wurde ihre Videovernehmung vom November 2015 vorgespielt. Auf manche Nachfragen einer Sachverständigen konnte die Jugendliche nicht antworten, berief sich auf Erinnerungslücken. Seit dem Vorfall lebt sie bei ihrer Mutter. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

Von Bettina Reese

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