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270 weitere Flüchtlinge im Landkreis

Gifhorn 270 weitere Flüchtlinge im Landkreis

520 Asylbewerber leben zurzeit im Kreis Gifhorn - doch die Zahl der Flüchtlinge steigt drastisch an. Bis Frühjahr 2015 müssen weitere 270 Menschen aufgenommen werden.

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Aslybewerber: Der Wohnraum wird knapp. 270 Menschen müssen bis zum Frühjahr 2015 noch im Kreis aufgenommen werden.

Quelle: Archiv

„Das ist ein Thema, das uns sehr belastet“, verweist Landrätin Marion Lau auf fehlenden Wohnraum für die neuen Asylbewerber.

Fachbereichsleiter Michael Funke und Sven Ring, Chef der Ausländerbehörde, sehen eine Situation, „die sich zunehmend verschärft“. „Die Landesaufnahmestelle platzt aus allen Nähten, Zuweisungen neuer Asylbewerber für den Landkreis erfolgen inzwischen im Abstand von nur sieben Tagen“, erläutert Michael Funke.

In der Meinerser Gemeinschaftsunterkunft leben derzeit 57 Personen, 198 Menschen sind in der Wohnanlage Clausmoorhof in Gifhorn untergebracht. Dezentrale Unterbringung - beispielsweise in eigenen Mietwohnungen - gebe es für 265 Menschen.

Allerdings würden kaum noch Flüchtlinge aus den Krisengebieten Syrien (derzeit 26) und Irak (14) in den Landkreis verteilt, so Funke. 138 Menschen stammen aktuell aus Serbien, 77 aus Mazedonien, 50 aus Albanien, 46 aus dem Kosovo und 26 aus Bosnien.

Funke verweist darauf, dass der Bundestag einen Gesetzentwurf angenommen habe, wonach Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als sichere Drittstaaten eingestuft werden sollen. Die Entscheidung des Bundesrates stehe noch aus. „Der Flüchtlingszustrom aus diesen Ländern reißt nicht ab“, so Funke. Lange Asylantragszeiten seien die Folge.

Unter den 520 Asylbewerbern befinden sich 248 mit abgelehntem Verfahren. Erste Abschiebungen könnten im Oktober erfolgen, kündigte Ring an.

ust

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