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24 Glockenschläge zur Erinnerung an Mauerfall

Gifhorn 24 Glockenschläge zur Erinnerung an Mauerfall

Gifhorn. Mit 24 Glockenschlägen hat Gifhorn an den Mauerfall vor 24 Jahren erinnert. Die kleine Feierstunde am Glocken-Palast war mit rund 30 Teilnehmern aber nicht angemessen besucht.

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Erinnerung an den Mauerfall: Die Freiheitsglocke am Gifhorner Glocken-Palast wurde zu diesem Anlass geläutet. Es gab 24 Glockenschläge, für jedes Jahr seit dem Mauerfall einen.

Quelle: Photowerk (sp)

Pünktlich um 18.53 Uhr erklang am Samstag die rund zehn Tonnen schwere Bronzeglocke - um diese Uhrzeit hatte Günter Schabrowski, Politbüro-Mitglied der damaligen DDR, durch einen Versprecher während einer Pressekonferenz die Öffnung der Grenzen in die Wege geleitet.

Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich erinnerte daran, dass der 9. November nicht nur für das glücklichste Kapitel deutscher Geschichte stehe. „Der 9. November steht auch für eines der dunkelsten Kapitel. Vor 75 Jahren fanden die Progrome gegen die jüdische Bevölkerung statt.“

Die Progrome seien Bestandteil der Ereignisse gewesen, die direkt in die deutsche Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg geführt hätten. Und diese Teilung wiederum sei mit dem Mauerfall nach 24 Jahren zur Geschichte geworden.

„Ich bin glücklich, den Mauerfall miterlebt zu haben“, so Nerlich, der es gerne zur „Pflicht zumindest für jeden Gifhorner Schüler“ machen würde, wenigstens einmal den Glocken-Palast zu besuchen. Die Jugend könne sich das Gesicht der Teilung gar nicht mehr vorstellen.

Horst Wrobel, Mitinitiator des Glocken-Palastes und kurz vor dem Krieg geboren, betonte, wie glücklich die heutigen Generationen seien, da sie in Frieden und Wohlstand aufwachsen würden.

Nach den 24 Glockenschlägen gab es drei weitere von Glöckner Johannes König. Sie sollten an den kürzlich verstorbenen Wolfgang Braun erinnern (AZ berichtete), der gemeinsam mit Wrobel einer der Initiatoren des Glocken-Palastes war.

ba

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