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2013 mehr Gläubiger und höhere Schuldensummen

Gifhorn 2013 mehr Gläubiger und höhere Schuldensummen

Mehr Gläubiger pro Schuldner und höhere Schuldensummen bilanziert die Awo-Schuldnerberatung Gifhorn für 2013. Ferner auffällig in der Bilanz: das geringe verfügbare Haushaltseinkommen der Klienten.

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Leere Börse: Die Awo-Schuldnerberatung zog Bilanz.

„Obwohl seit Jahren eine Abnahme von ALG-2-Haushalten zu verzeichnen ist und viele Menschen in Arbeit sind, haben 86 Prozent unserer Klienten ein Haushaltseinkommen bis 1500 Euro“, stellt Geschäftsführerin Marianne Höpken fest. Beim Familienstand drittelt sich das Klientel gleichmäßig in Ledige, Verheiratete und geschieden/getrennt Lebende.

Drei Viertel der Betroffenen war 2013 zwischen 21 und 49 Jahre alt: „Zunehmende Jugend- und Altersarmut manifestiert sich nicht in der jüngsten Statistik“, so Höpken. Allerdings sind auffallend viele Ein-Personen-Haushalte von Überschuldung betroffen. Gründe für Überschuldung sind wirtschaftliche Unerfahrenheit vor Ehescheidungen/Trennungen, Arbeitslosigkeit und Unfall/Krankheit/Sucht.

Die meisten Gläubiger sind Waren- und Versandhäuser gefolgt von Banken. Laut Awo-Statistik bringt es jeder ihrer Schuldner im Schnitt auf 13 Gläubiger: „Gerade jüngere Schuldner ziehen häufig eine breite Spur der Verwüstung hinter sich her, bevor sie eine Beratung aufsuchen“, so Höpken.

Verstärktes Augenmerk legt die Awo-Schuldnerberatung seit Anfang 2013 auf den Ausbau der Präventionsarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene an Schulen, in Kirchen und Bildungseinrichtungen: „Der Informationsstand junger Menschen zu Schuldenfallen, Schuldenvermeidung und finanzieller Planung ist oft erschreckend“, konstatiert Höpken.

jr

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