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Gifhorn Stadt Einsatz im Emsland für 135 Feuerwehrleute aus dem Kreis
Gifhorn Gifhorn Stadt Einsatz im Emsland für 135 Feuerwehrleute aus dem Kreis
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11:58 23.09.2018
Einsatzgebiet für Gifhorns Feuerwehrleute: Kreisbrandmeister Thomas Krok vor der Karte vom Emsland, wo der Moorbrand wütet. Quelle: Pressestelle Kreisfeuerwehr
Landkreis Gifhorn

Der Landkreis Emsland hat am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen. Mittlerweile sind mehr als 2000 Einsatzkräfte von Bundeswehr, Feuerwehr und THW aus vielen Gebieten in Deutschland im Einsatz, über die Polizeidirektion Braunschweig wurde eine Kreisbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Gifhorn angefragt.

Schnelle Reaktion

Kreisbrandmeister Thomas Krok, sowie seine beiden Stellvertreter Jens Dieckmann und Matthias Klose, haben kurzfristig auf das Hilfeersuchen reagiert. Ausgehend von der Anforderung „Ablösung und Betrieb einer Riegelstellung für etwa 36 Stunden“ wurden vier Löschzuge mit insgesamt 135 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren und 30 Fahrzeugen benannt, die für diesen Auftrag gebraucht werden. Dazu kommen der Logistikzug und die Bereitschaftsführung.

Abfahrt im Heidland: 135 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Gifhorn sind in der Nacht zu Sonntag in Richtung Emsland aufgebrochen. Quelle: Bernd Behrens

Herausfordernd war die kurze Reaktionszeit: Die Anforderung erhielt die Kreisfeuerwehrführung gegen 18 Uhr am Samstag. Nach Bestätigung durch den Landkreis wurden innerhalb von nur 90 Minuten alle Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Anschließend fanden in den Ortsfeuerwehren die entsprechenden Vorbereitungen statt.

Thomas Krok: „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir schnellstmöglich prüfen, ob wir dem Hilfeersuchen des Landkreises Emsland nachkommen können. Die Einschätzung in meinem Führungsteam ist, dass wir in der aktuellen Lage die betreffenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus unserem Landkreis entbehren können.“

Start um 2 Uhr in der Nacht

Alle alarmierten Einsatzkräfte sammeln sich am frühen Sonntagmorgen um 2 Uhr in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Gifhorn. Die gesamte Bereitschaft wird dann als Verband nach Meppen fahren. Aktuell gehen Krok und sein Team von fünf Stunden Fahrzeug aus. Einsatzbeginn ist um 8 Uhr am Sonntag.

Abfahrt im Heidland: 135 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Gifhorn sind in der Nacht zu Sonntag in Richtung Emsland aufgebrochen. Quelle: Bernd Behrens

Krok, Diechmann und Horst Germer als Bereitschaftsführer werden bereits als Vorauskommando vor Ort sein, so dass die eintreffenden Einsatzkräfte schnell in ihre Aufgaben eingewiesen werden können.

Brandausbreitung verhindern

Ausbreitung des Feuers stoppen: Ähnlich wie auf dem Bild werden die Einsatzkräfte aus dem Landkreis einen Wasserriegel aufbauen. Quelle: dpa

Konkret ist eine Riegelstellung zu übernehmen und zu betreiben. Wesentlich ist dabei, dass Strahlrohe in Form einer geschlossenen Linie gestaffelt werden. Damit soll die weitere Brandausbreitung durch Funkenflug verhindert werden. Die besondere Lage auf dem militärischen Sperrgebiet erfordert dabei umsichtiges und koordiniertes Vorgehen. Die Bereitschaft ist so ausgerüstet, dass Löschwasser selbst über mehrere Kilometer Entfernung von der nächsten Wasserentnahmestelle zur Brandbekämpfung gefördert werden kann.

Krok ist stolz auf die Kompetenz und die schnelle Einsatzbereitschaft der Feuerwehren im Landkreis: „Es ist toll zu wissen, dass wir uns auf unsere Einsatzkräfte zu jeder Zeit verlassen können!“

Logistikzug auch vor Ort

Voraussichtlich werden die Einsatzkräfte bis Montagabend im Emsland arbeiten. Dabei müssen die erforderliche Verpflegung und Unterbringung für 24 Stunden eigenständig bereitgestellt werden. Hier kommt der Logistikzug mit Getränken, Lebensmitteln und Feldbetten sowie Schlafsäcken zum Einsatz.

Katastrophenfall: Seit 14 Tagen brennt im Emsland eine riesige Moorfläche, Gifhorner Feuerwehrleute helfen beim Löschen. Quelle: dpa

„Da der Katastrophenfall festgestellt wurde, werden sämtliche Kosten, die durch den Einsatz unserer Feuerwehren aus dem Landkreis anfallen, zunächst vom Land Niedersachsen erstattet“, informiert Tobias Nadjib, Pressesprecher. Klose, Dieckmann und Krok sind sich einig: „Wir wünschen unseren Einsatzkräften viel Erfolg in ihrem Einsatz und dass sie gesund wieder hier im Landkreis eintreffen werden.“

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