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Die AZ fragt nach: Das wollen unsere Kandidaten erreichen

Bundestagswahl 2013 Die AZ fragt nach: Das wollen unsere Kandidaten erreichen

Am kommenden Wochenende, am 22. September, wird ein neuer Bundestag gewählt. Im Landkreis Gifhorn entscheiden 115.000 Wahlberechtigte mit über die Zusammensetzung. Die AZ stellt heute noch einmal sechs Direktkandidaten und ihre politischen Ziele aus dem Wahlkreis 45  (Gifhorn-Peine) vor.

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Deutscher Bundestag: Morgen in einer Woche wird gewählt, die AZ befragte sechs Direktkandidaten zu ihren politischen Zielen.

Abgesehen vom SPD-Kandidaten Hubertus Heil, der bereits seit 15 Jahren im höchsten politischen Gremium der Bundesrepublik vertreten ist, haben die Bewerber der anderen Parteien – Ingrid Pahlmann (CDU), Ernst Schreiber (FDP) Monika Berkhan (Grüne), Jürgern Eggers (Linke) und Matthias Stoll (Piraten) – ihre Meriten bislang auf kommunalpolitischer Ebene erworben.

Die AZ hat die Kandidaten gefragt, welche die drei wichtigsten politischen Anliegen sind, die sie bewegen – und welches davon sie zuerst angehen würden, wenn sie in den Bundestag einzögen.

         
  Ingrid Pahlmann (CDU)   Für die CDU geht Ingrid Pahlmann aus Wilsche ins Rennen. Die 55-Jährige ist Ratsfrau in der Stadt Gifhorn und dort Fraktionschefin, bei den Landfrauen aktiv und arbeitet in der Landwirtschaft. Sie hat drei erwachsene Kinder.
„Mir liegt viel daran, unsere Region so lebenswert zu erhalten, wie sie ist. Dazu gehört ein starker Mittelstand im Landkreis, die wohnortnahe medizinische Versorgung und eine gute Verkehrsanbindung an die Zentren im Umland. Der demographische Wandel stellt uns alle in Gifhorn vor laufend neue Herausforderungen. Wir müssen also in gute Rahmenbedingungen gezielt investieren, wenn der ländliche Raum nicht abgehängt werden soll. Die Entwicklung des ländlichen Raumes bietet viele Projekte zum Umsetzen. Als erstes würde ich mich jedoch der ärztlichen und pflegerischen Versorgung widmen, dieses Projekt ist vordringlich und muss mit Weitsicht gelöst werden.“
         
  Hubertus Heil (SPD)   Die SPD schickt Hubertus Heil zum fünften Mal ins Rennen. Der 40-jährige Politikwissenschaftler ist seit 1998 im Bundestag, war von 2005 bis 2009 Generalsekretär und ist seit 2009 stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vater eines Sohnes.
„Die mir wichtigsten Anliegen sind lebenswerte Kommunen, bessere Lebenschancen für alle sowie eine starke Wirtschaft und gute Arbeit. Die Menschen benötigen gute medizinische Versorgung ohne Zwei-Klassen-Medizin sowie eine auskömmliche Finanzierung. Wir brauchen in unserer Region für alle Generationen bessere Lebenschancen und soziale Sicherheit. Und wir brauchen sichere Industriestandorte und einen starken Mittelstand. Wir brauchen in Deutschland wieder eine faire Lohnentwicklung und eine gerechte Ordnung am Arbeitsmarkt. Dazu gehören neben dem Mindestlohn Maßnahmen gegen den Missbrauch der Leiharbeit und von Werksverträgen, um Lohndrückerei zu beenden.“
         
  Monika Berkhan (Grüne)   Für die Grünen geht Monika Berkhan aus Bründeln (Gemeinde Hohenhameln) in den Bundestagswahlkampf. Die 56-Jährige ist seit ihrem Abitur politisch aktiv und arbeitet als Projektleiterin in der IT-Branche.
Ihre wichtigsten politischen Anliegen: „Die Energiewende muss naturverträglich umgesetzt werden. Und ich möchte mich für ein nachhaltiges Verkehrskonzept engagieren. Basis für die „grüne“ Ausrichtung ist dabei der Schutz für Menschen und Klima, indem wir Verkehrsträger besser verknüpfen wollen, öffentlichen Verkehr, Radfahren und Zufußgehen priorisieren. Außerdem sollen Kommunen eine ausreichende Finanzausstattung erhalten. Stark machen möchte ich mich auch für den Systemwechsel in der Tierhaltung, hin zu einer artgerechten und an die landwirtschaftliche Fläche gebundene. Meine Priorität bei der Reihenfolge der Umsetzung bekommt das Mobilitätskonzept dicht gefolgt von der Wende in der Energiewende und deren Bezahlbarkeit.“
         
  Jürgen Eggers (Linke)   Für die Linke geht Jürgen Eggers aus Peine ins Rennen um ein Bundestagsmandat. Der Industriemechaniker ist 55 Jahre alt, Kreisvorsitzender der Peiner Linken und Ratsherr der Stadt Peine und hat fünf erwachsene Kinder.
„Meine drei wichtigsten politischen Anliegen sind zum einen, ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn. Und wir brauchen Bildungsgerechtigkeit. Wir brauchen ein anderes Schulsystem das gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse als Ziel hat und der Besuch einer Kita muss kostenfrei sein. Ferner gehört die Zwei-Klassen-Medizin abgeschafft. Gesundheit ist ein Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wir brauchen eine ausreichende Personalausstattung in Krankenhäusern. Und als erstes würde ich den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einführen. Dieser sollte oberhalb des Niedriglohnsektors und deshalb bei zehn Euro liegen.“
         
  Ernst Schreiber (FDP)   Ernst Schreiber aus Schönewörde geht für die FDP an den Start: Der in der Telekommunikation tätige Ingenieur, Vater eines erwachsenen Sohns, will in den Bundestag. Er war von 2006 bis 2011 im Samtgemeinderat Wesendorf, ist seit 2006 im Gemeinderat.
„Die drei wichtigsten politischen Anliegen, die mich bewegen sind die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur durch A39, den Elbeseitenkanal und die Regiobahn 2014+. Ferner die ärztliche Versorgung gemäß Versorgungsstrukturgesetz zu begleiten sowie soziale Härten abzumildern, die durch Fehlsteuerungen beim rot-grünen Energie-Einspeisungsgesetz entstanden sind. Würde ich in den Bundestag gewählt, dann würde ich als erstes die Verkehrsinfrastruktur und das Energie-Einspeisungsgesetz gleichzeitig angehen, weil ich multitaskingfähig bin.“
         
  Matthias Stoll (Piraten)   Matthias Stoll aus Gifhorn will für die Piraten den Bundestag entern. Der 48-Jährige aus Neubokel ist Dellentechniker in der Automobilbranche und bereits 2009 für Bundes- und dieses Jahr für Landtagswahlen angetreten.
„Meine wichtigsten politischen Anliegen sind: Demokratie retten, Lobbyismus abschaffen und den Arbeitsmarkt korrigieren. Als erstes angehen würde ich, wenn ich in den Bundestag gewählt würde, eine Bürgerlobby als Gegenpol zu den etablierten Lobbyisten einzuführen. Das heißt, dass es bei mir im Bundestag einen Bereich geben wird, zu dem Lobbyisten wie die der Industrie und der Banken keinen Zutritt haben. Hier haben Bürger, die jede Woche nach einem Zufallsprinzip eingeladen werden, Zutritt. Die Meinungen und Bedürfnisse der ganz normalen Menschen sollen so mehr Gewicht bekommen. So kann ich auch ohne politische Mehrheiten entscheidende Änderungen in der Politik durchsetzen.“
         
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