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Verein Katachel: Hilfe trotz schwerster Kämpfe

Bergfeld Verein Katachel: Hilfe trotz schwerster Kämpfe

Bergfeld. Sybille Schnehage ist wohlbehalten aus Afghanistan zurück! Ihr jüngster Hilfseinsatz war allerdings einer der gefährlichsten: In Kunduz musste die 63-Jährige miterleben, wie ganz in der Nähe ihrer Unterkunft ein Anschlag auf die Büros der Staatsanwaltschaft verübt wurde.

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Gefährliches Pflaster Afghanistan: Trotz schwerster Anschläge in Kunduz hat Sybille Schnehage wieder vielen armen Menschen geholfen.

Es habe 14 Tote gegeben. Dennoch ist Schnehage erleichtert, wieder vielen armen Menschen geholfen zu haben.

Am Montag der Anruf aus Afghanistan: Gerade hatten Taliban einen Anschlag auf die Staatsanwaltschaft verübt. Im Hintergrund des Gesprächs sind Schüsse zu hören. „Kurz vorher sind wir noch an dem Gebäude vorbei gefahren. Da war noch nichts“, berichtet Sybille Schnehage. Noch nie seien Bomben so dicht an ihrer Unterkunft explodiert. „Wenn ich auf dem Bett stehe, kann ich alles sehen. Es kämpfen viele neue Taliban in der Stadt“, berichtet Schnehage.

Drei Tage später. Es ist Donnerstag. Sybille Schnehage ist zurück in Bergfeld. Sie berichtet: „Es gab noch acht Selbstmordanschläge.“ Bei den Kämpfen um die Staatsanwaltschaft habe es 14 Tote und elf Verletzte gegeben. „Die drei Attentäter haben so lange geschossen, bis sie selbst tot waren. So etwas mitzukriegen ist eine ziemliche Belastung“, sagt die 63-Jährige.

Und trotzdem konnte die Bergfelderin mit ihrem Hilfsverein Katachel wieder vielen armen Menschen helfen. Sie hat eine Schule eingeweiht, mehr als 400 Witwen versorgt, ein neues Näh-Projekt angefangen und schon Pläne für ihre nächste Reise aufgestellt. Auch dann will sie wieder eine Schule einweihen.

„Wir haben viel geschafft. Aber mittlerweile ist es in Afghanistan so gefährlich, dass man so schnell wie möglich wieder weg muss“, sagt die Katachel-Gründerin - von zehn Jahren Friedensarbeit der Bundeswehr sei nichts mehr zu spüren.

alb

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