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Schnehage ausgeflogen aus Afghanistan

Bergfeld-Kundus Schnehage ausgeflogen aus Afghanistan

Bergfeld/Kundus. Nach Medienberichten ist die afghanische Stadt Kundus am Montag in die Hände der Taliban gefallen. Die Bergfelderin Sybille Schnehage, die zum Hilfseinsatz vor Ort war (AZ berichtete) konnte kurz vor der Übernahme die Stadt unbeschadet verlassen.

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Es herrscht Krieg: Die Bergfelderin Sybille Schnehage musste ihren Hilfseinsatz in Kundus abbrechen.

Quelle: Najim Rahim

„Ich wollte eigentlich bleiben, aber es ging nicht mehr“, so Schnehage. Die deutsche Botschaft habe sie telefonisch informiert, dass sie sich nach Kabul begeben möge, um von dort mit dem Flugzeug außer Landes gebracht zu werden: „Ich war die letzte Ausländerin in Kabul. Und ich habe auch den letzten Platz im Flugzeug bekommen.“

Es sei höchste Zeit gewesen, aus Kundus zu verschwinden: „Die Feuergefechte kamen immer näher.“ Auch das Büro des Vereins Katachel e.V. sei geschlossen: „Dort ist Krieg. Alle Mitarbeiter sind in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt, weil sie Angst haben“, weiß Schnehage, die der Meinung ist, dass es sich bei den Angreifern um IS-Angehörige gehandelt habe: „Sie hatten weiße Stirnbänder und weiße Flaggen mit schwarzer Aufschrift.“

Aber seien es nun Taliban oder IS-Kämpfer: „Es sind alles arbeitslose junge Männer. Sehr junge Männer, 17, 18 Jahre alt.“ Und deshalb will die unerschrockene Bergfelderin auch auf jeden Fall wieder nach Afghanistan reisen und weiter helfen: „Das ist wichtig. Es geht um die Menschen. Es müssen dort Arbeitsplätze geschaffen werden, sonst wird es keinen Frieden geben.“

Am Dienstag hatte Sybille Schnehage noch einen Zwischenstopp in Istanbul, am Mittwoch kommt sie mit dem Flugzeug in Deutschland an, wo sie von Ehemann Michael und Tochter Vanessa erwartet wird, die glücklich sind, dass sie nicht dem Terror in die Hände gefallen ist.

 jr

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