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Rat stimmt für Biosphärenreservat

Parsau Rat stimmt für Biosphärenreservat

Parsau. Weiterer Schritt zum länderübergreifenden Unesco-Biosphärenreservat Drömling: Der Parsauer Rat sprach sich bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Ausweisung zum Reservat aus. Grundlage für das Votum bildet ein Eckpunktepapier der länderübergreifenden Arbeitsgruppe Drömling, in dem Inhalte und Ziele erläutert sind.

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Länderübergreifendes Biosphärenreservat: Der Parsauer Gemeinderat beschäftigte sich mit dem Drömling.

Quelle: Alexander Täger

Parsau. Vor der Abstimmung hatte Michael Zenk (Untere Naturschutzbehörde) einen Überblick über die Planungen gegeben und Horst Schefel (Landvolk) dazu Stellung genommen. Der Ansatz sei, den Menschen in den Fokus zu rücken, so Zenk. Die Bewirtschaftung bleibe wie bisher. „Durch das Reservat wird es keine zusätzlichen Nutzungseinschränkungen geben.“

Denn die für das Reservat vorgesehene Fläche im niedersächsischen Teil entspreche der des Kerngebiets des bisherigen Naturschutzgroßprojektes (rund 4300 Hektar). Im Reservat wären dies die Grenzen der Pflegezone. Diese umgeben die Kernzonen, die aus bereits bestehenden Naturwäldern der Naturschutzgebiete gebildet werden sollen. Eine Entwicklungszone beschränke sich auf den Bereich Kaiserwinkel. Das Projekt sei freiwillig, Zuständigkeiten blieben erhalten. Vorteile seien nachhaltige Angebote für Schulen und Tourismus.

Es gebe zudem eine gute Förderkulisse und Vermarktungsmöglichkeiten für Drömling-Produkte. Skeptisch blieb Horst Schefel vom Landvolk: Aus Sicht der Landwirte könne er keine Vorteile erkennen, für andere Branchen habe er Zweifel. Zwar glaube er, dass es keine Einschränkungen gebe, einen Schutz vor künftigen Gesetzesänderungen sah er aber nicht. Dennoch seien die Risiken „überschaubar“, so Schefel.

Die Landwirte könnten daher mit dem Reservat leben – aber nur in den Grenzen des alten Naturschutzgroßprojektes.

tgr

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