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Brome Kurt Schippman: Weyhausens größter Schwalbenfreund
Gifhorn Brome Kurt Schippman: Weyhausens größter Schwalbenfreund
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00:18 24.08.2017
Weyhausens größter Schwalbenfreund: Kurt Schippmann hat sogar in einem Stall Schwalbennester gebaut.  Quelle: Jörg Rohlfs
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Weyhausen

 „Und nächstes Jahr baue ich noch ein fünftes Nest im Stall“, sagt Kurt Schippmann, der seit Jahrzehnten nicht genug kriegen kann von den Schwalben, die sommers durch seinen Garten und enge Fensteröffnungen sausen und bisweilen zu hunderten auf den alten Oberleitungen sitzen, die der 81-Jährige dereinst gemeinsam mit Nachbarn zwischen alten hölzernen Masten spannte als Sitz- und Rastplatz für seine gefiederten Freunde.

Kennen und lieben lernte er die Rauchschwalben, Mehlschwalben und Mauersegler in seiner Kindheit in einem Dorf bei Breslau. Nach wie vor geht ihm „das Herz auf“, wenn er dem Tschirpen und Singen der Vögel im Garten sitzend lauschen kann, gemeinsam mit Ehefrau Marianne, die das Faible teilt: „Die machen auch Dreck, aber ich mag sie.“ In besagtem Stall, der knapp fünf Quadratmeter misst, ist Kurt Schippmann derzeit nur geduldet: Die Rauchschwalben werden ärgerlich, wenn er einem der vier Nester zu nahe kommt.

Und trotzdem schlüpften dort dieses Jahr wieder 39 Junge: „Die letzten fliegen bald aus“, weiß Schippmann. In den Nestern unter dem Dachüberstand des Wohnhauses, an dessen Giebelseite ein Schild mit der Aufschrift „Schwalbenhaus“ prangt, brüten Mauersegler und teilen sich dabei den Platz in den Kästen mit Spatzen.

„Das kann man sich nicht kaufen“, meint der Vogelfreund, der auch schon mal an eine Initiative spendet, die gegen das Fangen von Singvögeln mit Netzen und Leimruten im Mittelmeerraum aktiv ist. Und mit Sicherheit freuen sich Kurt Schippmann und Marianne schon auf Anfang April, wenn, wie in den vergangenen Jahren auch, als erstes ein besonders starkes Rauchschwalben-Männchen aus dem Süden zurückkehrt und seinen Gesang anstimmt.

Von Jörg Rohlfs

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