Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Brome Kundus: „So schlimm war es noch nie“
Gifhorn Brome Kundus: „So schlimm war es noch nie“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 02.10.2015
Schwieriger Hilfseinsatz: Taliban attackieren die afghanische Stadt Kundus, in der sich gerade die Bergfelderin Sybille Schnehage im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Hilfsorganisation Katachel e.V. aufhält. Quelle: Ghulamullah Habibi
Anzeige

Während die Bergfelderin von Gefechten, Schießereien und Explosionen rund um die Uhr berichtet, hört man im Hintergrund Hubschrauberlärm und Artilleriefeuer. Die Taliban hätten das Krankenhaus und die Hauptstraße eingenommen: „Ich bin bald wieder weg, aber die Bevölkerung ist zutiefst frustriert und zermürbt.“

Geschäfte und Schulen sind geschlossen. Wer Geld habe, flüchte ins Ausland: „Wer keins hat, schließt sich den Taliban an. Die Taliban, das sind Räuberbanden, die sich aus jungen Männern ohne Arbeit und Zukunftsperspektive rekrutieren.“

Im Zuge der Flüchtlingsbewegung seien auch aus Kundus bereits 10.000 Menschen auf dem Weg nach Europa „oder schon in Deutschland“, so Schnehage. Aber das sei keine Lösung: „Wir können nicht 36 Millionen Afghanen aufnehmen - es braucht massive Hilfe vor Ort. Zuerst muss die Bundeswehr wieder kommen und dann müssen neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, so die 65-Jährige, die seit 20 Jahren regelmäßig in das Land am Hindukusch reist, um zu helfen.

Auch bei ihrem jetzigen Besuch, will sie eine Schule einweihen, mittlerweile die 26, das Nähprojekt für Witwen voran treiben und den Bau einer Ölfabrik vorbereiten - Bildung und Arbeitsplätze. Ob es möglich sein wird, ist offen: „Ich hoffe, dass sich die Lage beruhigt. Aber im Moment kann ich das Haus nicht verlassen“, so Schnehage. Auch eine Evakuierung der Stadt in den nächsten Tagen sei nicht ausgeschlossen.

 jr

Samtgemeinde Brome/Barwedel. Teamwork und Geschicklichkeit standen am Samstag beim Orientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Brome im Vordergrund. Und natürlich der Spaß.

27.09.2015

Brome. „Wenn alles gut geht, ist er Mitte November fertig“, sagt Bürgermeister Gerhard Borchert über den Neubau des Radwegs entlang der Steimker Straße bis zum Schützenheim.

28.09.2015

Ehra-Lessien. 475 Flüchtlinge aus 24 Nationen sind seit dieser Woche in der Notunterkunft auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Ehra-Lessien im Kreis Gifhorn untergebracht. In den kommenden Tagen sollen nun 300 bis 350 weitere hinzu kommen.

27.09.2015
Anzeige