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Brome Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner
Gifhorn Brome Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner
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00:21 01.02.2019
Großes Interesse: Rund 200 Bürger waren zur Info-Veranstaltung des Landkreises zum Eichenprozessionsspinner nach Parsau gekommen. Quelle: Peter Zur
Parsau

„Wir müssen jetzt was tun und hinterher über die Finanzen reden“, hatte Umweltminister Olaf Lies im vorigen Sommer in Giebel gesagt. Jetzt allerdings lässt das Land Landkreis und Kommunen im Regen stehen – wie Landrat Dr. Andreas Ebel bei der von 200 Bürgern besuchten Informationsveranstaltung zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners am Montagabend in Parsau mitteilte, wird sich das Land nicht an den Kosten beteiligen.

Bürger schützen

„Wir stehen in der Verantwortung, die Bürger zu schützen, und daher werden wir Anfang Mai mit der Bekämpfung aus der Luft sowie vom Boden aus beginnen“, betonte Ebel.

Extremer Befall: Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beginnt im Mai. Quelle: Christina Rudert

Er kritisierte ebenso wie die Gemeindevertreter aus Parsau, Rühen und Brome das Land, das trotz zugesagter Unterstützung Landkreis und Kommunen jetzt im Regen stehen lasse. „Bei diesem Thema werden wir aber am Ball bleiben“, so Ebel, der damit nicht allein stand.

Landesregierung zum Handeln bewegen

Rühens Bürgermeister Karl Urban kündigte an, er sei bereit, mehrere Busse zu chartern, um gemeinsam mit Bürgern die Landesregierung in Hannover zum Handeln zu bewegen. „Schließlich haben wir diesen extremen Befall nicht allein zu verantworten“, beetonte Urban, der ebenso wie die Fachleute aus der Forstwirtschaft davon ausgeht, dass die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sich über mehrere Jahre hinziehen wird.Immerhin handelt es sich um eine Gesamtfläche von rund 400 Hektar, die von dem Befall betroffen ist, darüber hinaus rund 1900 Bäume innerorts, wie Andreas Baderschneider vom Landesforstamt Wolfenbüttel wissen ließ.

Sachliche Veranstaltung

Trotz der Brisanz blieb die Veranstaltung sachlich, das Podium stellte sich auch den Fragen der Bürger.

Gleich am Dienstag rief die Rühenerin Anna Hoffmeister auf der Onlineplattform Openpetition eine Spendensammlung per Petition ins Leben.

Von Peter Zur

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