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Hungerstreik im Flüchtlingslager

Lessien Hungerstreik im Flüchtlingslager

Lessien. Mit einem Hungerstreik protestieren seit gestern viele der 800 Flüchtlinge in der Notunterkunft Lessien für eine schnellere Bearbeitung ihrer Asylanträge.

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Protest der Flüchtlinge  in Lessien.

Quelle: Cagla Canidar

„Die Menschen sind frustriert und verzweifelt - seit Wochen passiert nichts“, nennt ein Helfer den Grund für die Aktion. Sie richte sich nicht gegen das DRK und die vielen Ehrenamtlichen, will der Helfer den Protest nicht falsch verstanden wissen.

Viele der Hungerstreikenden in Lessien hätten Frauen und kleine Kinder, die sie so schnell wie möglich nach Deutschland nachholen möchten. „Doch dafür brauchen sie selbst erst einmal eine Aufenthaltsgenehmigung“, so der Helfer, der täglich im Kontakt mit den Flüchtlingen steht. „Die Flüchtlinge aus Syrien wissen seit Wochen nicht, wie es weiter geht“, schildert er die Stimmung im Lager. „Einige sind bereits seit eineinhalb Monaten dort und haben noch nicht einmal einen Termin für ihr Verfahren genannt bekommen“, so der Mann. „Sie fühlen sich als Flüchtlinge zweiter Klasse, denn anderenorts werden Verfahrenstermine schneller vergeben.“ Aus Verzweiflung und Perspektivlosigkeit würden viele Syrer inzwischen auch ohne Aufenthaltsgenehmigung ihre Familien auffordern, sich auf den Weg nach Europa zu machen. „Oftmals eine Flucht vor dem Tod in den Tod“, erinnert der Helfer an die Bootsunglücke auf dem Mittelmeer. In der vergangenen Woche ertrank dabei der Sohn (5) eines Syrers (35), der in Lessien lebt (AZ berichtete).

„Wir wollen Deutsch lernen, arbeiten und nicht nur essen und schlafen“, sagen Ingenieur Yazan Rafih Aljbahe, Apotheker Emad Sawas und Architekt Houssan Aladam, die sich an dem Protest beteiligen.

ust

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