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Hunderte Zuhörer bei Flüchtlings-Info

Lessien Hunderte Zuhörer bei Flüchtlings-Info

Lessien. Mehrere Hundert Menschen drängten sich gestern Abend im Schützenheim, wo die Gemeinde zur Info-Veranstaltung zur Flüchtlings-Notunterkunft auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz geladen hatte.

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Großes Interesse: Mehrere Hundert Menschen drängten sich gestern im Lessiener Schützenheim bei einem Info-Abend zur Situation in der Flüchtlings-Notunterkunft.

Quelle: Jörg Rohlfs

Vertreter des Innenministeriums, des DRK, der beteiligten Kommunen, der Polizei und der Feuerwehr berichteten von der aktuellen Situation und beantworteten Fragen. Laut Michael Lemmel vom Ministerium gebe es mittlerweile 26 Notunterkünfte in Niedersachsen und täglich 1000 neu ankommende Flüchtlinge.

Jürgen Schmidt von der Kripo Gifhorn erklärte, es gebe derzeit kaum Vorfälle auf dem Gelände oder in der Umgebung. Sandro Pietrantoni vom DRK, das in der Unterkunft das Hausrecht ausübt, berichtete, von 850 Flüchtlinge aus 29 Ländern, die Probleme untereinander derzeit „diplomatisch austragen“, der Einführung von Haus-Ausweisen zur besseren Kontrolle und dem Bemühen, den Menschen in dem „Dorf“ auf dem Ex-Übungsplatz hiesige Werte, Normen und Regeln nahe zu bringen: „Sie können sich auf uns verlassen“, sagte Pietrantoni und erhielt dafür Applaus.

Den lautesten Applaus erntete allerdings eine Zuhörerin, die für sich und andere das Recht einforderte, Missstände, Sorgen und Probleme im Zusammenhang mit den Flüchtlingen äußern zu dürfen, „ohne als Rassist bezeichnet zu werden“. Ehra-Lessiens Bürgermeisterin, die für ihr Krisenmanagement vor Ort großes Lob empfing, rief dazu auf, „es zu sagen, wenn etwas auffällt“.

  • Laut einer gestrigen Verlautbarung des Landes, soll eine weitere Zuweisung von Flüchtlingen nach Lessien derzeit nicht erfolgen. „Die dortige Notunterkunft ist belegt“, so Sprecherin Nadine Bunzler.

jr

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