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Horrorszenario: 100 Verletzte bei Gelenkbus-Unfall

Lessien Horrorszenario: 100 Verletzte bei Gelenkbus-Unfall

Lessien. Aus dem umgekippten Bus dringen Hilfeschreie. Menschen irren verstört umher. Als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Ehra-Lessien und Brome am Samstag kurz nach 13.30 Uhr im ehemaligen Flüchtlingscamp in Lessien eintreffen, finden sie ein Horrorszenario vor. Wo und wie anfangen bei dieser Übung?

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Die Situation der Übung von oben: Ein voll besetzter Gelenkbus ist umgekippt, hat zwei Autos unter sich begraben und die Mauer des Heizkraftwerks beschädigt.

Quelle: Feuerwehr Pressestelle

Jens Dieckmann, stellvertretender Kreisbrandmeister, hatte das Szenario gemeinsam mit Alexander Hagenbach (Landkreis Gifhorn), Horst Krämer (Schnelleinsatzgruppe DRK) und Maik Kelpin (THW) vorbereitet, zentrales Thema war die unglaublich hohe Zahl von etwa 100 - am Vormittag vom DRK kunstvoll geschminkten - Verletzten. „Im Normalfall gibt es an einer Einsatzstelle mehr Einsatzkräfte als Verletzte“, erklärte Tobias Nadjib, Leiter der Feuerwehrpressestelle. „Bei dieser hohen Anzahl hier müssen die Kräfte sehr strukturiert eingesetzt werden.“

Großübung mit einem Massenanfall an Verletzten: Im ehemaligen Flüchtlingscamp in Lessien ist ein voll besetzter Gelenkbus umgekippt, hat zwei Autos unter sich begraben, die Mauer des Heizkraftwerks demoliert und die Stromversorgung lahm gelegt. Über 100 Verletzte galt es zu versorgen. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren bei dieser Übung am Samstag bis an ihre Grenzen gefordert gewesen.

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Das war die Aufgabe des Einsatzleiters und Bromer Gemeindebrandmeisters Frank Mosel. „Ich musste mich zuerst darauf konzentrieren, einen umfassenden Überblick zu erhalten, um die richtigen Maßnahmen anordnen zu können.“ Denn obwohl schnell klar war, dass es sich um eine Übung handelte, hielten die Statisten mit hysterischen Schreien und traumatischen Reaktionen die etwa 300 ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus Feuerwehren, DRK, THW schwer auf Trab. Das ging bis hin zu einer kostümierten Schwangeren, die extrem realistisch Wehen simulierte.

Sowohl Dieckmann als auch Kreisbrandmeister Thomas Krok waren mit dem Ablauf insgesamt zufrieden. Krok: „Alle Hilfsorganisationen haben sehr gut zusammengearbeitet.“

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