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Gute Gespräche und positive Erlebnisse

Friedrich Müller (68) aus Parsau pilgert auf der Via Regia Gute Gespräche und positive Erlebnisse

Sonst fährt er mit dem Trecker an den Polarkreis oder durch die Alpen. Jetzt hat Friedrich Müller den Eicher mal stehen lassen und pilgerte knapp drei Wochen lang mit Stock und Hut auf dem Jakobsweg-Zubringer, der Via Regia, von Görlitz nach Vacha.

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„Nur Positives erlebt“: Friedrich Müller legte in knapp drei Wochen 470 Kilometer auf der Via Regia zurück und machte dabei schöne Erfahrungen am Wegesrand.
 

Quelle: privat

Parsau.  470 Kilometer legte der 68-Jährige in 15 bis 20 Kilometer langen Tagesetappen zurück. Wander- oder Pilger-Erfahrungen hatte er vorher keine. Er schlief in Pilgerherbergen unterschiedlichster Art in Klöstern, Kirchen und Privatquartieren, quälte sich über einen „völlig zerfahrenen, matschigen Rennsteig“ durch den Thüringer Wald und kann nun aus eigener Erfahrung „jedem empfehlen, sich mal von zuhause zu lösen und so einen Trip zu machen“.

Friedrich Müller hat ihn „nicht zur Selbstfindung“ unternommen: „Dafür bin ich zu alt und zufrieden mit meinem Leben.“ Die Idee zum Pilgern kam ihm, weil ein Bekannter aus Rühen die Via Regia nicht geschafft hatte – „er war mit neuen Schuhen losgelaufen“ – und einer seiner besten Freunde, der an einem Hirntumor starb, den Jakobsweg gegangen war. Und die Gründe, wirklich los zu gehen? „Positive Erwartungsspannung, ob ich’s schaffe, pure Abenteuerlust und der Moment, sich auf den Weg zu machen“, so Müller. Er hat’s nicht bereut, seinen Körper gespürt, schöne Erfahrungen gemacht, mit fremden Menschen gute Gespräche geführt, „nur Positives“ erlebt am Wegesrand. Friedrich Müller sieht die Welt jetzt „doch ein bisschen anders“: Es sei schön gewesen, mal alleine zu sein, aber es sei auch schön, eine Familie zu haben.

Zum Dauer-Pilger wird der Parsauer nicht: „Mit dem Wandern bin ich jetzt fertig, man wird ja nicht jünger.“ Die Lust auf Neues oder Abenteuer wird ihn wohl nie verlassen, eine Reise nach Paraguay mit den Landfrauen – und Ehefrau Renate – ist geplant.

Von Jörg Rohlfs

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