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Flüchtlingsheim: Kreis trennt sich von Betreiberfirma

Brome Flüchtlingsheim: Kreis trennt sich von Betreiberfirma

Brome. Nach massiven Vorwürfen von Flüchtlingen gegen den Leiter der Gemeinschaftsunterkunft im Bromer Pastor-Bammel-Haus (AZ berichtete) hat die Kreisverwaltung am Montag reagiert und die Kooperation mit der privaten Betreiberfirma zum 31. August beendet.

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Pastor-Bammel-Haus in Brome: Nach den Vorwürfen gegen den Betreiber der Flüchtlingsunterkunft hat der Landkreis die Zusammenarbeit beendet.

Quelle: Rolf-Peter Zur

Erste Kreisrätin Evelin Wißmann war am Montagnachmittag nach Brome gefahren, um Firmenchef Frank E. - er hatte mit seinem Unternehmen Protector Security zuvor bereits Flüchtlinge in der Wittinger Hermann-Löns-Schule betreut - über das endgültige Aus der Zusammenarbeit zu informieren.

Das Vorführen eines IS-Propaganda-Videos, in dem ein Junge geköpft wird, oder ein offen aushängender Sanktionskatalog, der Strafzahlung für unangemeldeten Besuch oder auf dem Flur spielende Kinder vorsieht: Recherchen des NDR hatten den Stein ins Rollen gebracht und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

„Wir haben die Vorwürfe der Flüchtlinge ernst genommen und gehandelt“, so Wißmann. Durch eine „Übergangslösung“ werde nun vorerst die Betreuung der mehr als 70 Menschen im Bammel-Haus sichergestellt. Geprüft würden alle Vorwürfe von Betroffenen - und nicht nur die Strafzahlungen.

Niedersachsens Flüchtlingsrat reicht das nicht. „Wir fordern, dass die Kreisverwaltung für eine umgehende Rückzahlung aller vom Firmenchef rechtswidrig einbehaltenen Strafgelder sorgt“, erklärt Geschäftsführer Kai Weber. Zudem müsste allen von den Vorkommnissen direkt Betroffenen eine Auszugsperspektive angeboten werden - sofern sie dies konkret wünschten.

Einer Sicherheitsfirma den Zuschlag für „Flüchtlingsbewachung“ zu geben, nur weil diese das preisgünstigste Angebot abgibt: Das spreche nicht für das Betreuungskonzept des Kreises Gifhorn, kritisiert Weber. „Andere Landkreise sind hier weiter, indem sie auch die Qualität des sozialen Betreuungskonzepts mit in die Vergabe einbeziehen.“

Ob das Handeln des Protector-Security-Chefs strafrechtlich relevant ist, steht noch nicht fest. „Die Vorfälle werden von uns geprüft“, wollte Polizeisprecher Lothar Michels gestern noch keine Bewertung zu den Vorgängen abgeben.

 ust

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